Für Neuzugewanderte, die noch nicht oder kaum Deutsch sprechen, ist die Sprachbarriere ein großes Hindernis bei der Kommunikation – auch mit öffentlichen Einrichtungen. Schon seit Anfang 2019 unterstützt das „Kommunale Integrationszentrum“ deshalb mit ehrenamtlichen Sprachhelfern die Kommunikation zwischen neu zugewanderten Menschen und Schulen, KiTas, Behörden, Vereinen oder ähnlichen Einrichtungen.
Landrätin Katharina Reinhold sieht die Arbeit der Freiwilligen als wichtigen Beitrag zu der guten Integration von Neuzugewanderten im Rhein-Kreis: „Niemand sollte aufgrund fehlender Sprachkenntnisse von gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen sein. Die Betreuung durch Ehrenamtliche erleichtert den Zugang zu einer neuen Kultur oder auch neuen Heimat. Alle, die sich hier engagieren, tragen zum Zusammenhalt unserer Gesellschaft bei.“
Wer den KI-Pool verstärken will, sollte Freude daran haben, anderen Menschen mit den eigenen interkulturellen Kompetenzen zu helfen. Interessierte sollten volljährig sein und neben Deutsch (auf B2-Niveau) mindestens eine weitere Sprache fließend sprechen. Gefragt sind Sprachhelfer für Somali, Sorani, Spanisch und Georgisch, aber auch alle anderen Sprachen sind willkommen.
Die Freiwilligen sind in allen acht Kommunen des Rhein-Kreis Neuss im Einsatz: Neuss, Dormagen, Grevenbroich, Jüchen, Kaarst, Korschenbroich, Meerbusch und Rommerskirchen.
Für ihre ehrenamtliche Tätigkeit erhalten die Mitglieder des Sprachhelferpools eine Aufwandsentschädigung. Vor dem ersten Einsatz findet eine Grundlagenschulung durch das „Kommunale Integrationszentrum“ statt. Interessierte melden sich per Mail bei dieser Adresse: [email protected].
Der ehrenamtliche Sprachhelferpool wird durch das NRW-Ministerium für Kinder, Jugend, Familie, Gleichstellung, Flucht und Integration gefördert.