Aileen Wichmann in Berlin Rhein-Kreis punktet im Bundes-Umweltministerium

Grevenbroich · Bei einem Vernetzungstreffen des Bundes-Umweltministeriums im Rahmen des Förderprogramms „KoMoNa – Kommunale Modellvorhaben zur Umsetzung der ökologischen Nachhaltigkeitsziele in Strukturwandelregionen“ in Berlin war auch der Rhein-Kreis vertreten.

Foto: RKN./ZUG / Jens Jeske

Insgesamt nahmen über 120 Vertreter aus den drei Braunkohlerevieren – Lausitzer, Mitteldeutsches und „Rheinisches Revier“ – teil. Aileen Wichmann, Nachhaltigkeitsmanagerin des Rhein-Kreises, präsentierte hierbei als Modellkommune das Projekt „Gemeinsam für nachhaltigen Strukturwandel – mit dem Donut zum zukunftsfähigen Kreis“.

Im Rahmen des Vorhabens entwickelt der Kreis gemeinsam mit lokalen Akteuren eine integrierte Nachhaltigkeitsstrategie. Dabei werden die „Globalen Nachhaltigkeitsziele“ sowie die so genannte „Donut‑Ökonomie“ als konkrete Maßnahmen für die kommunale Transformation umgesetzt. Ziel ist, ökologische, soziale und ökonomische Belange dauerhaft in Einklang zu bringen.

Damit soll der Rhein-Kreis als attraktiver Wirtschafts- und Lebensstandort im „Rheinischen Revier“ gestärkt werden. Landrätin Katharina Reinhold resümiert: „Ich freue mich sehr, dass wir unsere Arbeit beim KoMoNa-Vernetzungstreffen in Berlin vorstellen durften. Dies belegt, dass wir mit unserem ganzheitlichen Ansatz bei der Entwicklung unserer Nachhaltigkeitsstrategie einen bedeutenden Impuls für den Strukturwandel setzen.“

Weitere Highlights des Vernetzungstreffens waren Präsentationen des „Zweckverbands Lausitzer Seenland Brandenburg“ und des „Unabhängigen Instituts für Umweltfragen“ (UfU). Diese zeigten innovative Ansätze zur Revitalisierung von Braunkohleflächen und zur Jugendbeteiligung im Strukturwandel.

Die anschließende Podiumsdiskussion und fünf Fach‑Workshops vertieften den Austausch zu Themen wie Biodiversität, entsiegelte Lebensräume, nachhaltiger Konsum, Freizeit und Tourismus, sozialer Zusammenhalt sowie innovative Begegnungs- und Lernorte.

Der Rhein-Kreis wird seit April 2024 im Projekt „KoMoNa“ mit Mitteln des Bundesumweltministeriums (BMUKN) unterstützt. Nach der Verabschiedung der Nachhaltigkeitsstrategie durch den Kreistag im Juni 2026 geht das Projekt nahtlos in eine dreijährige Umsetzungsphase über.

Auch die Gemeinde Rommerskirchen und die Stiftung Schloss Dyck konnten bereits von der Förderung profitieren. Nun stellt das BMUKN im Rahmen einer vierten Förderrunde erneut über 105 Millionen Euro für 116 „KoMoNa“‑Modellvorhaben zur Verfügung. Kommunen, kommunale Zusammenschlüsse, Vereine, Stiftungen,

Unternehmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen können ihre Projektideen noch bis zum 8. September einreichen.

(-ekG.)