Landrätin Reinhold forciert interkommunale Zusammenarbeit „Partnerschaftliches Miteinander auf Augenhöhe“

Grevenbroich · Landrätin Katharina Reinhold treibt den gezielten Ausbau der interkommunalen Zusammenarbeit weiter voran. Dabei ist ihr ein langfristiges und partnerschaftliches Miteinander auf Augenhöhe wichtig.

Landrätin Katharina Reinhold begrüßte Thomas Hunsteger-Petermann, NRW-Landesbeauftragter für interkommunale Zusammenarbeit, im Kreishaus in Grevenbroich.

Foto: RKN.

Das wurde jetzt auch bei einem Treffen mit Thomas Hunsteger-Petermann deutlich. Der NRW-Landesbeauftragte für interkommunale Zusammenarbeit war auf Einladung von Katharina Reinhold zu Gast im Kreishaus in Grevenbroich. Bei dem fachlichen Austausch stand insbesondere die schwierige finanzielle Situation, vor denen die kommunale Familie in Deutschland insgesamt steht, im Fokus.

„Wir brauchen eine interkommunale Zeitenwende. Auch der Kreis und die kreisangehörigen Kommunen stehen finanziell vor besonderen Herausforderungen“, erklärt Katharina Reinhold. Sie hebt hervor, dass eine vertiefte und vertrauensvolle Zusammenarbeit notwendig ist, um diese Herausforderungen gemeinsam zu bewältigen. „Wir sitzen alle im selben Boot.“

Die Landrätin nimmt dabei konsequent auch den Gestaltungsspielraum der kommunalen Familie in den Blick. „Die Kritik an der zu geringen Finanzierung unserer Aufgaben bleibt richtig. Hier besteht dringender Handlungsbedarf. Ich halte jedoch nichts davon, nur mit dem Finger auf andere zu zeigen: Auch wir als Verantwortliche in den Kommunen sind gefordert, unsere umfangreichen Dienstleistungen und Angebote zur Daseinsvorsorge noch wirtschaftlicher und noch serviceorientierter anzubieten. Dafür setze ich auch auf eine verstärkte interkommunale Zusammenarbeit in unserer Kreisgemeinschaft.“

Für die Hauptverwaltungsbeamtenkonferenz am Mittwoch hat die Landrätin bereits angekündigt, einen konkreten Verfahrensvorschlag hierfür vorzulegen. Ziel ist der Aufbau einer Struktur, in der die Kommunen auf Augenhöhe und gemeinschaftlich neue Kooperationen erarbeiten und umsetzen können.

Im Mittelpunkt des fachlichen Austauschs mit Thomas Hunsteger-Petermann standen zudem die Identifikation und Auswertung von Best-Practice-Beispielen aus anderen Regionen sowie erfolgreiche Leuchtturmprojekte aus unterschiedlichen Themenfeldern. Darüber hinaus diente das Gespräch dem gezielten Aufbau und der Pflege eines Netzwerks engagierter Akteure im Bereich der interkommunalen Zusammenarbeit. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Erschließung und Bewertung möglicher Förderung des Landes.

Mit dem Austausch unterstreicht die Landrätin ihren Anspruch, die interkommunale Zusammenarbeit im Rhein-Kreis nicht nur strategisch weiterzuentwickeln, sondern auch gezielt durch Expertise, Vernetzung und Fördermöglichkeiten des Landes zu unterstützen. Ziel ist es, die Leistungsfähigkeit der kommunalen Familie insgesamt zu stärken und die Region nachhaltig zukunftsfähig aufzustellen.

Thomas Hunsteger-Petermann zeigte sich im Anschluss an das Gespräch vom strategischen Ansatz des Rhein-Kreises überzeugt. „Ich bin sehr beeindruckt von den mir vorgestellten Projekten, die ich als Beauftragter des Landes für interkommunale Zusammenarbeit gesehen habe und auch befürworte. Ich glaube, darin liegen große Chancen.“

Die klare Zielsetzung, interkommunale Zusammenarbeit strukturiert, langfristig und unter Einbindung aller Akteure weiterzuentwickeln, hob er ausdrücklich positiv hervor und lobte den vorgestellten Verfahrensansatz als tragfähige Grundlage für die weitere Ausgestaltung. Der Landrätin und dem Rhein-Kreis wünschte er dabei gutes Gelingen. „Es ist wichtig für die zukünftige Arbeit in den Kommunen, denn das Geld ist überall knapp.“

(-ekG.)