Lossprechung der Kfz-Innung Überflieger Darius Menke

Grevenbroich · Darius Menkes Ehrgeiz war schon im Bewerbungsgespräch erkennbar. „Ich habe damals gesagt, wenn ich eine Ausbildung mache, dann will ich die so gut wie möglich machen“. Nun studiert er Wirtschaftsingenieurwesen in Düsseldorf.

Sie sorgen dafür, dass die Menschen im Rhein-Kreis mobil bleiben: Die neuen Kfz-Mechatronik-Profis feierten ihre Lossprechung mit der Kfz-Innung.

Foto: Kreishandwerkerschaft

Schon vor ihrer Ausbildung hat Dana Schramm Ausdauer und Hartnäckigkeit bewiesen: Drei Jahre in Folge habe sie sich vergeblich um eine Lehre als Kfz-Mechatronikerin beworben, erzählt die heute 26-Jährige aus Neuss. „Man merkt, dass es noch ein sehr männerlastiger Beruf ist“, meint sie.

Schließlich hatte sie dann Erfolg beim A.T.U.-Standort in ihrer Heimatstadt. Und für die Zukunft plant sie die Selbstständigkeit mit Meisterbrief in ihrem Traumberuf. „Ich habe schon immer gerne Sachen auseinandergenommen und wieder zusammengebaut“, sagt sie.

Mit der Reparatur von Kameras und Hifi-Technik habe es angefangen, „dann wurden die Geräte immer größer“. Heute ist sie in der Lage, komplexe Fahrzeuge zu prüfen und instand zu setzen. Dana Schramm ist eine von drei Frauen, die kürzlich erfolgreich ihre Gesellenprüfung im Rhein-Kreis absolviert haben und nun losgesprochen wurden.

Die Feier fand in Neuss statt. Rund drei Dutzend bisherige Auszubildende standen auf der Gästeliste. Viele brachten Familienangehörige mit. „Heute ist ein Tag des Aufbruchs, der Beginn eines neuen Abschnitts im beruflichen Leben“, so die stellvertretende Landrätin Sandra Lohr in ihrem Grußwort. „Sie haben gelernt, geschraubt – und vielleicht hin und wieder auch geflucht, wenn eine Reparatur schwieriger war als gedacht.“

Denn die Fahrzeuge von heute, das wurde an diesem Abend mehrfach betont, haben es im wahren Wortsinn in sich: „Elektronik, Sensorik, Assistenzsysteme und alternative Antriebe“, zählte die stellvertretende Landrätin auf. Die frisch gebackenen Gesellen stehen „an der Schnittstelle zwischen klassischem Handwerk und modernster Technologie“.

Von „rollenden Hochleistungsrechnern“ sprach dann auch Obermeister Robert Jeromin, ehe er zur feierlichen Lossprechung schritt und die neue Generation der Kfz-Spezialisten in den Gesellenstand erhob. Insgesamt 35 erfolgreiche Prüfungen wurden im vergangenen Sommer und Winter abgelegt.

Eine herausragende Leistung hatte dabei Darius Menke gezeigt. Mit 93,56 Punkten ist der Grevenbroicher, der bei den Stadtwerken Neuss gelernt hat, Prüfungsbester im Rhein-Kreis.

Und nicht nur das: Von der Handwerkskammer wurde er als Sieger bei der Deutschen Meisterschaft im Handwerk auf Ebene des Regierungsbezirks Düsseldorf ausgezeichnet. Sein Ehrgeiz war schon im Bewerbungsgespräch erkennbar gewesen. „Ich habe damals gesagt, wenn ich eine Ausbildung mache, dann will ich die so gut wie möglich machen“, so Darius Menke. Nun studiert er Wirtschaftsingenieurwesen in Düsseldorf. Mal sehen, wo ihn der Karriereweg noch hinführen wird. „Die Kfz-Welt finde ich nach wie vor sehr spannend“, sagt er.

Dass engagierte Fachkräfte nicht nur in den Betrieben, sondern auch im Ehrenamt gebraucht werden, betonte Kreislehrlingswart Johannes Schmitz in seiner abschließenden kurzen Rede mit eingebautem „Werbeblock“: Gefragt seien junge Menschen in den Prüfungsausschüssen. „Ich darf euch ermutigen, mal als ,Praktikanten’ mitzulaufen und dann gegebenenfalls als Beisitzer aufgenommen zu werden“, so Schmitz. Wer sich dafür interessiere, könne einfach den Obermeister ansprechen.

(-ekG.)