Rhein-Kreis investiert in Sicherheit Notstromversorgung an Sendemasten

Grevenbroich · Der Rhein-Kreis hat die Notstromversorgung für die Kommunikation im Falle eines flächendeckenden und länger anhaltenden Stromausfalls aufgerüstet.

Im Falle eines längeren Stromausfalls in der Fläche kommt dem Radio eine besondere Bedeutung zu.

Foto: RKN./GettyImages

„Wir alle hoffen, dass es nie dazu kommt. Dennoch ist es wichtig, auf ein solches Szenario vorbereitet zu sein und die Bevölkerung auch dann über die aktuelle Lage sowie möglicherweise drohende Gefahren und entsprechende Verhaltenshinweise informieren zu können“, sagt Landrätin Katharina Reinhold.

Daher wurden die Sendefrequenzen des Lokalradios NEWS 89.4 an den Sendemasten in Grevenbroich und am Rheinturm in Düsseldorf jetzt mit einer Notstromversorgung sowie einer Satellitengestützten Funkverbindung ausgestattet.

Im Falle eines längeren Stromausfalls in der Fläche kommt dem Radio eine besondere Bedeutung zu, da es eine unmittelbare Kommunikation an die Bevölkerung auch dann ermöglicht, wenn Online-Angebote wie „Social Media“ oder Internetseiten nur noch eingeschränkt oder gar nicht mehr zur Verfügung stehen sollten. Der Rhein-Kreis kann in diesem Fall über das Radioprogramm von NEWS 89.4 Warnungen und Informationen an die Bevölkerung kommunizieren.

Dazu wurde die Notstromversorgung der über die Sendemasten in Grevenbroich und Düsseldorf laufenden Sendefrequenzen 89,4 MHz und 102,1 MHz entsprechend ertüchtigt. „Der Rhein-Kreis kann die Bürger also auch bei einem länger andauernden und flächendeckenden Stromausfall über NEWS 89.4 mit Informationen und Hinweisen erreichen“, sagt Benjamin Josephs, Pressesprecher des Rhein-Kreises.

Hintergrund ist, dass der Radioempfang auch während eines Stromausfalls grundsätzlich noch über batteriebetriebene Radios sowie Autoradios und sogenannte Kurbel-Radios möglich ist, sofern der Radiosender selbst und die Sendefrequenzen über eine Notstromversorgung verfügen.

Ein flächendeckender, lang anhaltender Blackout in Deutschland wird von der Bundesnetzagentur und anderen Experten zwar als unwahrscheinlich eingestuft. Die Stromversorgung in Deutschland gilt zudem als eine der sichersten und zuverlässigsten weltweit. Der mehrtägige Stromausfall Anfang 2026 im Südwesten Berlins hat jedoch gezeigt, wie wichtig es sein kann, auch auf solche Szenarien eingestellt zu sein.

Der Rhein-Kreis hat auf seiner Internetseite unter https://www.rhein-kreis-neuss.de/stromausfall wissenswerte Informationen zur Vorsorge und zum richtigen Verhalten bei einem Stromausfall zusammengestellt.

(-ekG.)