Langjähriger Bundestagsabgeordneter widmet sich neuen Aufgaben Ansgar Heveling neuer Präsident des Bundesrechnungshofes

Jüchen/Berlin · Zum 1. Juni übernahm Ansgar Heveling, von 2009 bis 2026 Mitglied des Deutschen Bundestages, das Amt des Präsidenten des Bundesrechnungshofes. Er folgt auf Kay Scheller, der Ende Mai 2026 turnusgemäß in den Ruhestand eintrat.

Bundesrechnungshof-Präsident Ansgar Heveling.

Foto: Bundesrechnungshof/Hannah Moritz

Der Präsident vertritt den Bundesrechnungshof nach außen und leitet die Verwaltung. Zudem wirkt er als richterlich unabhängiges Mitglied des Bundesrechnungshofes an Prüfungen mit.

Der Volljurist war seit 2009 Mitglied des Deutschen Bundestages und seit 2018 zudem Justiziar der CDU/CSU-Fraktion. Zuvor war er beim Finanzministerium des Landes Nordrhein-Westfalen tätig.

„Ein unabhängiges Organ der Finanzkontrolle ist für den demokratischen Verfassungsstaat unverzichtbar. Dementsprechend ist der Bundesrechnungshof eine bedeutende Institution in unserem Staatsgefüge“, sagte Ansgar Heveling. „Es ist mir eine Ehre, für zwölf Jahre zum Präsidenten des Bundesrechnungshofs gewählt worden zu sein. Ich freue mich sehr, diese wichtige und großartige Aufgabe übernehmen zu dürfen.“

Heveling war im Mai 2026 auf Vorschlag des Bundeskabinetts von Bundestag und Bundesrat gewählt worden. Die Ernennung erfolgte durch den Bundespräsidenten. Der Präsident und die Vizepräsidentin des Bundesrechnungshofes werden einmalig für eine Amtszeit von zwölf Jahren gewählt. Im März 2026 hatte Vizepräsidentin Klara Geywitz ihr Amt angetreten.

Der Bundesrechnungshof ist eine oberste Bundesbehörde und als unabhängiges Organ der externen Finanzkontrolle nur dem Gesetz unterworfen. Die Stellung des Bundesrechnungshofes, die richterliche Unabhängigkeit seiner Mitglieder und seine wesentlichen Aufgaben sind im Grundgesetz verankert.