1. Jüchen

Als Ersatz für die Kirmes: „Fun Park“ auf Tournee kommt auch nach Jüchen

Als Ersatz für die Kirmes : „Fun Park“ auf Tournee kommt auch nach Jüchen

Bereits Ende März, als noch niemand daran glaubte, dass die Corona-Situation auch nur irgendeine Großveranstaltung zulassen würde, gab sich eine Hand voll Schausteller aus dem Rhein-Kreis Neuss zuversichtlich und prophezeite: „Wir bringen die Kirmes noch in diesem Jahr zurück!“ Und wie es aussieht, kann die seinerzeit neu gegründete „Interessensgemeinschaft Schausteller“ ihr Wort halten.

Jüchen. Vom 13. bis 29. August 2021 soll der „Novesia Fun Park“ zunächst auf dem Neusser Kirmesplatz seine Pforten öffnen. Eine Woche später geht es nach Grevenbroich und anschließend zieht das Spektakel nach Jüchen weiter. Montags bis freitags von 14 bis 22 Uhr sowie Samstag und Sonntag von 11 bis 22 Uhr steht der Park Genesenen, Getesteten und Geimpften offen. Für Kurzentschlossene gibt es ein Testcenter am Eingang. Der Eintritt kostet einen symbolischen Euro, für Kinder ist der Eintritt frei.

Es ist klar, dass ein „Fun Park“ ohne Schützenfest nur das halbe Vergnügen ist, aber das Team um Schausteller-Urgestein Jupp Kremer verspricht Spaß für die ganze Familie. 80 bis 100 Attraktionen sollen die Besucher genießen könne, darunter 20 Großfahrgeschäfte wie den „Fliegenden Teppich“, den „Voodoo Jumper“ und die „Soundmachine“.

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Auch ein gepflegtes Bier mit Freunden ist möglich. Größere „Zusammenrottungen“ oder gar Ausschweifungen sollen jedoch konsequent unterbunden werden. Jupp Kremer verspricht: „Wir werden darauf achten, das alles gesittet abläuft. Wir Schausteller sind da selbst unsere beste Security. Und diesbezüglich freuen wir uns sehr über die Unterstützung und das Vertrauen der Städte und Verwaltungen. Die Zusammenarbeit war vorbildlich und wie freuen uns darauf, Kindern und Familien endlich wieder ein Lächeln ins Gesicht zaubern zu können!“

Vier Schausteller stehen hinter dem ganzen Projekt: 1. Vorsitzender Josef Kremer, 2. Vorsitzender Manfred Rüttgers, Schriftführer Volker „Curry Jupp“ Kallenberg und Kassierer Norbert Lupp. Sie stellen unabhängig vom etablierten Schaustellerverband Neuss-Grevenbroich die Volksfeste im Pop-Up-Format auf die Beine. „Der Schaustellerverband ist zu groß und zu unflexibel“, erklärt Josef Kremer, der lange Zeit Vorsitzender der Schausteller im Rhein-Kreis Neuss war. Auch das finanzielle Risiko will die IG alleine tragen. Vorbild ist die Pop-Up-Kirmes, die im vergangenen Jahr in Dormagen für Begeisterung gesorgt hatte.

Erwartet werden nicht nur Besucher aus dem Rhein-Kreis, sondern auch weit darüber hinaus. „Die Leute sind ausgehungert und wollen endlich wieder etwas erleben!“, ist sich Kremer sicher. Thomas Broich