Der Sessionshöhepunkt steht vor der Tür Sicher und unbeschwert feiern – Gleichstellungsbeauftragte geben Tipps

Jüchen · Karneval steht vor der Tür – und damit eine Zeit voller Lebensfreude, Begegnungen und ausgelassener Feiern. Jedes Jahr kommen zahlreiche Menschen zusammen, um im Straßenkarneval, in Kneipen oder Clubs gemeinsam zu lachen, zu tanzen und den Alltag hinter sich zu lassen. Die Gleichstellungsbeauftragten der Stadt Jüchen möchten auf ein paar Hilfsangebote zum sicheren Feiern aufmerksam machen.

In den nächsten Tagen findet der Höhepunkt der Karnevalssession statt mit Umzügen in Otzenrath-Spenrath, Jüchen-Garzweiler sowie Gierath-Gubberath und zahlreichen dazugheörigen Partys. Damit unbewschwert und sicher gefeiert werden kann, geben die Gleichstellungsbeauftragten Andrea Schiffer und Ursula Schmitz Tipps für die jecken Tagen.

Foto: Kurier Verlag GmbH/Daniela Furth

„Karneval soll vor allem Spaß machen und für alle ein unbeschwertes Erlebnis sein“, betonen die Gleichstellungsbeauftragten Andrea Schiffer und Ursula Schmitz. „Trotzdem kann es zu schwierigen Situationen kommen, insbesondere bei Feiern im öffentlichen Raum, bei denen man sich nicht kennt. Deshalb ist es wertvoll, gut informiert zu sein und von den Hilfsangeboten gehört zu haben.“

Ein wichtiger Baustein dafür ist die Kampagne „Ist Luisa hier?“ Das Angebot richtet sich an Mädchen und Frauen, die sich in einer Feier- oder Ausgehsituation unwohl oder bedrängt fühlen. Wer in teilnehmenden Gastronomiebetrieben oder auf Veranstaltungen nach „Luisa“ fragt, signalisiert dem geschulten Personal diskret, dass Unterstützung benötigt wird – etwa durch einen geschützten Rückzugsort, Hilfe beim Kontakt zu Freunden oder einen sicheren Heimweg. In vielen Städten wie beispielsweise Neuss, Mönchengladbach oder Düsseldorf ist das Konzept bereits erfolgreich etabliert. In Köln finden Mädchen und Frauen schnell Hilfe durch die ähnliche Kampagne „Edelgard schützt“. Kneipen, Gaststätten oder Geschäfte tragen einen entsprechenden Aufkleber mit dem „Luisa-ist-hier-Logo“ oder „Edelgard-Logo“ an Türen oder Fenstern.

Darüber hinaus helfen ein paar einfache Vorsichtsmaßnahmen, damit die Feierlaune ungetrübt bleibt: Getränke sollten nicht unbeaufsichtigt stehen gelassen und nichts Offenes von Fremden angenommen werden. Hintergrund ist unter anderem die Gefahr sogenannter K.O.-Tropfen, die farb- und geruchlos sind und heimlich beigemischt werden können. Schmeckt ein Getränk ungewohnt oder plötzlich bitter, sollte es nicht weiter getrunken werden. Generell gilt: gemeinsam unterwegs sein, aufeinander achten und Hilfe holen, wenn jemand Unterstützung braucht. Empfehlenswert ist ein aufgeladenes griffbereites Handy, um im Notfall die Polizei unter 110 anrufen zu können.

Ebenso wichtig ist ein respektvolles Miteinander: Ein „Nein“ ist immer zu akzeptieren – unabhängig von Geschlecht oder Situation. Belästigungen und unerwünschten Körperkontakt muss man nicht tolerieren – auch nicht bei Bekannten. Selbstbewusstes Auftreten und das klare Setzen persönlicher Grenzen tragen dazu bei, unangenehme Situationen zu vermeiden. Für den sicheren Heimweg empfehlen sich eher öffentliche Verkehrsmittel oder ein Taxi, als den Weg allein anzutreten.

„Wenn wir aufeinander achten und Grenzen respektieren, bleibt der Karneval das, was er sein soll: bunt, fröhlich und sicher für alle. Wir wünschen allen unbeschwerte, tolle Tage voller Freude“, so die Gleichstellungsbeauftragten. Bei Fragen stehen Andrea Schiffer unter 02165/915-6002 oder Ursula Schmitz unter 02165/915-1017 oder per Mail an: geichstellung@juechen.de zur Verfügung.