1. Jüchen

„Erft-Findlinge“ und „GG Stones“: Keine Grenzen für die Kreativität

„Erft-Findlinge“ und „GG Stones“ : Keine Grenzen für die Kreativität

Es ist wohl aktuell das schönste Hobby: Steine bemalen. Das Prinzip ist gänzlich einfach, denn die Künstler suchen Steine, verschönern sie und verstecken sie dann wieder – versehen mit einem Hinweis, zu welcher ,facebook’-Gruppe der Stein gehört. In diesen Gruppen tauschen sich Künstler und Finder aus.

Gierath. Neben den „Erft-Findlingen“, der Gruppe, die im vergangenen Sommer von Erft-Kurier und Top-Kurier gegründet wurde, gibt es in Jüchen auch die „GG Stones“ mit 472 Mitgliedern. Gegründet wurden diese Gruppe von Marion Teppler und ihrer Tochter Daniela Schwittay.

Dabei haben sich Mutter und Tochter als echte „Stein-Expertinnen“ herauskristallisiert. Sie gehen nicht nur in die Natur, um die Stein-Rohlinge zu suchen.

Zum Malen ist niemand zu jung: Marla (drei Jahre) und Erstklässlerin Malina malen und verstecken sie gerne.

Sie gießen sich die Steine mittlerweile sogar selbst aus Zement in Formen: „Dann sind sie besonders glatt und können umso schöner angemalt werden.“

Ganz schön fleißig war Carmen Schloßmacher. Ihre Tierbilder haben sich in Richtung Perfektion entwickelt.

Beide sind nach eigener Aussage „mit Leib und Seele“ aktiv und haben die ganze Familie schon mit ihrer Leidenschaft fürs Malen angesteckt.

Eine neue Technik des Bemalens hat sich Melanie Mettner überlegt.
Daniela Schwittay (links) und Marion Teppler haben die Gruppe „GGStones“ gegründet.

Auch die Enkel von Teppler malen gerne fleißig mit. Denn das Schöne ist, dass beim Malen jeder mitmachen kann – ganz egal, wie alt er ist oder wie gut er malt. Dafür eignen sich übrigens Acrylstifte oder Acryllack.

Marion Teppler gießt ihre Steine jetzt auch selbst. Die lassen sich dann feiner bemalen.

„Wir haben aber sogar Mitglieder in der Gruppe, die die Steine mit Serviettentechnik verzieren“, berichtet Teppler. Sie selbst hat auch schon für ihre Nachbarn kleine Schutzengel-Steine bemalt und so genannte Steinschlangen an unterschiedlichsten Orten in Jüchen ins Leben gerufen.

Bei diesen Schlangen werden bemalte Steine aneinandergereiht und bilden so eine bunte Schlange (der Top-Kurier berichtete).
Die Inspiration zum Malen holen sich die Künstler auf verschiedenen Wegen: in anderen „facebook“-Gruppen, auf Internetseiten und manchmal auch einfach anhand der Form des Steines. „Es gibt Steine, die haben eine besondere Form, da weiß man eigentlich direkt, was wir drauf malen können“, erzählt Teppler.
Versteckt werden die „GGStones“ nicht nur in Gierath und Gubberath, wo der Ursprung der Gruppe liegt, sondern eigentlich überall.

Teppler und Schwittay erzählen: „Eigentlich nehmen wir überallhin Steine mit, wo wir sind. Jüchen, Grevenbroich, Neuss.

Aber wir wissen auch, dass Steine unserer Gruppen schon in Amerika und Spanien versteckt wurden.“

Julia Schäfer