Gelungener Austausch im Kreishaus Wie Schulen sich für den fairen Handel einsetzen

Jüchen/Neuss · Rund 25 Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler aus zehn Schulen aus Neuss, Dormagen, Grevenbroich, Jüchen und Kaarst tauschten sich beim ersten Fairtrade School-Treffen im Neusser Kreishaus aus.

Das erste Fairtrade School-Treffen im Neusser Kreishaus bot die Möglichkeit zum Austausch und zur Information.

Foto: W. Walter/ Rhein-Kreis Neuss

Einige der Einrichtungen sind bereits als Fairtrade School zertifiziert, andere sind an dem Thema interessiert. Sebastian Johnen, Schuldezernent des Rhein-Kreises Neuss, hob in seiner Begrüßung das vorbildliche Engagement der Schulen hervor: „Ihr zeigt als Teil der bundesweit über 1.000 Fairtrade Schools, dass Schule nicht nur ein Ort des Lernens sein kann, sondern auch ein Ort des Handelns, der Verantwortung und der Veränderung. Mit eurem Engagement setzt ihr ein tolles Zeichen für Nachhaltigkeit und für globale Gerechtigkeit.“

Fairtrade-Kampagnenleiter und Kreissprecher Benjamin Josephs freute sich über die gute Resonanz und betonte, dass der Rhein-Kreis Neuss bei Interesse gerne diese Möglichkeit zum kreisweiten Austausch fortsetze. Zunächst informierte Petra Koch von der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit darüber, welche Schritte auf dem Weg zur Auszeichnung als Fairtrade School erforderlich sind: ein faires Schulteam gründen, einen Kompass erstellen mit den Ideen zum fairen Handel, fair gehandelte Produkte anbieten, das Thema im Unterricht vertiefen und Schulaktionen organisieren.

Anschaulich zeigten Vertreter der Grundschule Burg Hackenbroich, des Bettina-von-Arnim-Gymnasium Dormagen, des Albert-Einstein-Gymnasiums Kaarst, der Gesamtschule Jüchen und des Norbert-Gymnasiums Knechtsteden, wie sie sich für den fairen Handel engagieren. Ihre Aktionen reichen vom Fairen Frühstück, Besuchen bei Fairtrade-Partnern und Eisverkauf über Schulpullis, Sponsored Walks für einen guten Zweck, Ständen bei Aktionstagen und Theatervorstellungen bis hin zu Verkostungsaktionen und Workshops von Schülern für einzelne Jahrgänge. Der Verkauf von fairen Produkten wird an den Schulen unterschiedlich umgesetzt: Einige verkaufen im Lehrerzimmer sowie im Schulkiosk, andere bieten in einem Fair-o-maten unter anderem faire Riegel rund um die Uhr an. Deutlich wurde in der Diskussion, dass die Möglichkeiten des Engagements vielfältig sind und dass es wichtig ist, neben dem Kollegium auch die Eltern und vor allem die Schülerinnen und Schüler für das Thema zu begeistern.

Benjamin Josephs, Fairtrade-Kampagnenleiter beim Rhein-Kreis Neuss, wies darauf hin, dass der Rhein-Kreis Neuss Fairtrade Schools bei dem Thema finanziell unterstützt: „Möglich ist dies in diesem und im nächsten Jahr mit dem Preisgeld vom zweiten Platz des Wettbewerbs ,Hauptstadt des Fairen Handels‘. Projekte im Rahmen der Bildungsarbeit und Öffentlichkeitsarbeit zum fairen Handel bei uns im Kreis von Fairen Kitas, Fairtrade Schools, Fairtrade Towns, Fairen Jugendhäusern sowie Vereinen und Eine-Welt-Gruppen können mit dem Preisgeld finanziell gefördert werden. Weitere Informationen dazu finden sich unter dem Link www.rhein-kreis-neuss.de/de/verwaltung-politik/klima-nachhaltigkeit-und-internationales/hauptstadt-des-fairen-handels.