1. Jüchen

„Save the food“:: Teilen statt wegzuwerfen!

„Save the food“: : Teilen statt wegzuwerfen!

Dass Lebensmittel über ihr Mindesthaltbarkeitsdatum hinaus meistens noch genießbar sind, ist bekannt. In Jüchen soll jetzt das Angebot ausgebaut werden, mit diesen Lebensmitteln Gutes zu tun. Ehrenamtler holen das Essen in Geschäften ab und versorgen dann Menschen, die Hilfe benötigen damit. Jetzt werden Ehrenamtler gesucht.

Jüchen. Das Prinzip ist gänzlich einfach: Die Ehrenamtler fahren die kooperierenden Geschäfte an und werden dort mit den Lebensmitteln versorgt, die entweder kurz vor dem Mindesthaltbarkeitsdatum stehen oder dieses schon überschritten haben. „Wichtig ist uns, dass wir die Lebensmittel noch einmal checken, denn wir geben natürlich nur Essen raus, was noch genießbar ist“, so die Organisatoren um René Körfer und Ehefrau Sunny. Die beiden hatten vor zwei Jahren die Organisation „Save the food“ gegründet, weil sie sich über das Wegwerfen von abgelaufenen Lebensmitteln geärgert haben. Mittlerweile haben sie 70 Mitglieder, die in 90 Märkten und beim Großhandel die Lebensmittel holen und diese dann an Menschen verteilen, die gerade in Not sind. „Der Unterschied zu anderen Organisationen ist, dass wir jedem helfen. Bei uns müssen keine Scheine vom Amt vorgelegt werden“, so das Team von „Save the Food“. Denn so können auch Menschen in den Genuss der Hilfe kommen, die sonst vielleicht zehn oder 20 Euro über dem Satz liegen. Oder die sich in einer temporären Not-Situation befinden. Und gibt es gerade häufig, wie aus den Kreisen der Organisation zu hören ist: „Wir verzeichnen in der Corona-Zeit 30 Prozent mehr Anfragen als sonst.“

„Save the food“ wurde in Mönchengladbach gegründet und hat sich auf die Umgebung ausgeweitet. Für den Bereich Jüchen werden dringend noch neue Ehrenamtler gesucht. Bisher sind erst zwei Freiwillige unterwegs, um im Stadtgebiet Lebensmittel zu sammeln. Der Bedarf ist aber hoch. Wer sich engagieren möchte oder Hilfe benötigt, kann sich am besten über die „facebook“-Seite „Teilen statt wegwerfen“ an das Team wenden.

  •  Jessica Manteca und Benedikt Obst mit den Gesichtsmasken, die kostenlos oder gerne auch gegen Spende mitgenommen werden dürfen. <![CDATA[]]>
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„Das Wichtigste ist, dass unsere Ehrenamtler ein Herz für Menschen in Not haben. Ansonsten werden die Kooperationspartner angefahren, die Spenden dort geholt und dann eigenständig an die Hilfesuchenden verteilt.“ Einen Lager-Ort gibt es nicht. Die Verteilung erfolgt ebenfalls über die „facebook“-Seite oder über Whats-App-Gruppen. „Wir konnten schon 2.600 Menschen helfen und wir freuen uns, wenn wir es als Team schaffen, noch mehr Menschen in der Not mit Lebensmitteln über einen schweren Zeitraum weiter zu helfen“, so Körfer.

Julia Schäfer