Internationale Gartenausstellung 2037 Ratsmitglieder über Stand der Planungen informiert

Jüchen · Auf Einladung des Zweckverbandes LANDFOLGE Garz­weiler haben sich die Mitglieder der Stadträte von Mönchengladbach, Erkelenz, Jüchen und Grevenbroich sowie des Gemeinderates von Titz zu einer gemeinsamen Veranstaltung in der Stadthalle Erkelenz getroffen. Der Anlass für dieses einzigartige interkommunale Treffen: die derzeit laufenden Überlegungen und Planungen für eine Internationale Gartenausstellung (IGA) 2037 in den Folgelandschaften rund um den Tagebau Garzweiler.

Werben gemeinsam für die IGA 2037 im Gebiet des Zweckverbandes Landfolge Garzweiler (von rechts): Klaus Krützen, Bürgermeister von Grevenbroich, Stephan Muckel, Bürgermeister von Erkelenz, Dr. Gregor Bonin als Vorsteher des Zweckverbandes, Harald Zillikens, Bürgermeister von Jüchen, der Bürgermeister von Titz Jürgen Frantzen sowie Volker Mielchen, Geschäftsführer des Zweckverbandes.

Werben gemeinsam für die IGA 2037 im Gebiet des Zweckverbandes Landfolge Garzweiler (von rechts): Klaus Krützen, Bürgermeister von Grevenbroich, Stephan Muckel, Bürgermeister von Erkelenz, Dr. Gregor Bonin als Vorsteher des Zweckverbandes, Harald Zillikens, Bürgermeister von Jüchen, der Bürgermeister von Titz Jürgen Frantzen sowie Volker Mielchen, Geschäftsführer des Zweckverbandes.

Foto: Jürgen Laaser/Landfolge Garzweiler

Im November 2022 hat das Planungsbüro RMP Stephan Lenzen Landschaftsarchitektur in der Verbandsversammlung des Zweckverbandes den aktuellen Stand der in Erarbeitung befindlichen Machbarkeitsstudie zur IGA 2037 vorgestellt. Jetzt folgte in einem weiteren Schritt die breite Information aller kommunalen Räte durch den Zweckverband.

Dr. Gregor Bonin, Verbandsvorsteher des Zweckverbands: „Ein so faszinierendes Projekt wie eine Internationale Gartenausstellung lebt vom Rückhalt in der Region. Jetzt geht es darum, die Menschen, Macherinnen und Macher bei uns vor Ort für unser gemeinsames Projekt zu begeistern. Das gilt natürlich auch für die Politik und Unternehmen. Die Internationale Gartenausstellung bietet uns im Jahr 2037 die Gelegenheit, in der Region und für ganz Deutschland die neu entstehenden Lebensräume und Zukunftsperspektiven in der Tagebaulandschaft zu präsentieren.“

Der Strukturwandel sei eine gewaltige Aufgabe, so Bonin weiter. Die IGA biete nun aber auch eine große Chance, um noch stärker in aktives Gestalten zu gelangen. „Der Austausch mit den politischen Entscheiderinnen und Entscheidern auf kommunaler sowie auf Landesebene und die Information der breiten Öffentlichkeit sind zentral für den Erfolg einer Internationalen Gartenausstellung. Es geht nur gemeinsam.“

Der Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler plant für das laufende Jahr 2023 die Entscheidung über eine mögliche Bewerbung zur Durchführung der IGA. Das Konzept setzt insbesondere auf die Bündelung der bereits laufenden Strukturwandelprojekte und auf eine dezentrale Umsetzung in der Region. Ziel ist es, den Raum Garzweiler an verschiedenen Punkten für die Besucher zu erschließen. Im Zentrum befindet sich der künftige See, dessen Befüllung 2037 voraussichtlich gerade gestartet wurde. Hauptstandorte der IGA könnten Jüchen sowie Mönchengladbach-Wanlo zusammen mit der Erkelenzer Ortschaft Keyenberg werden. Beide Standorte zeichnen sich unter anderem auch durch eine sehr gute Erreichbarkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln oder bei individueller Anreise aus.

Weitere bedeutende Ausstellungsräume der IGA bilden dem Konzept folgend Jackerath in der Landgemeinde Titz, die Bandtrasse, der Kraftwerksstandort Frimmersdorf in Grevenbroich und schließlich Erkelenz-Holzweiler mit dem geplanten Dokumentationszentrum Tagebau Garzweiler. Jeder dieser Standorte würde einen eigenen thematischen Schwerpunkt erhalten, so dass für Reisende auch ein mehrtägiger Besuch der IGA lohnenswert wird.

Der Raum für die geplante IGA 2037 wäre auch unter einem anderen Gesichtspunkt gut gewählt: In einem Einzugsgebiet von rund 30 Minuten Fahrzeit mit Bahn, Bus oder Pkw leben rund 3 Millionen Menschen. Weitet man diesen Radius auf rund 60 Minuten und damit weite Teile der Grenzregionen, des Rheinlands und Ruhrgebiets aus, sind es bereits 12 Millionen Menschen, die eine IGA 2037 erreichen wird. Damit ist die IGA ein wichtiger Wirtschafts- und Standortfaktor weit über das Rheinland hinaus für ganz Nordrhein-Westfalen. Mit dem geplanten Ansatz lassen sich zudem Synergien mit der im gesamten rheinischen Braunkohlerevier geplanten Interna­tionalen Bau- und Technologieausstellung (IBTA) nutzen.

Eine IGA ist eine internationale Leistungsschau des Garten- und Landschaftsbaus und seiner Fachverbände. Sie findet derzeit alle zehn Jahre statt. Neben Bundesbehörden und den ausrichtenden Kommunen ist die Deutsche Bundesgartenschau-Gesellschaft (DBG) beteiligt. Hinter der DBG wiederum stehen der Zentralverband Gartenbau, der Bundesverband Garten-, Landschafts- und Sportplatzbau sowie der Bund deutscher Baumschulen. Die kommende IGA findet 2027 in der Metropolregion Ruhr statt. Erstmals wurde eine Internationale Gartenausstellung 1869 in Hamburg durchgeführt.

Weitere Informationen unter www.landfolge.de/iga2037 beim Zweckverband LANDFOLGE Garzweiler.

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