Dies hat sich nun geändert: Katharina Janetta, Ratsmitglied der „Grünen“ und Vorsitzende des Umwelt-Ausschusses, hatte vor wenigen Tagen eine stattliche Population von Kaulquappen entdeckt, die erst kurz zuvor ihren Weg ins „Bächle“ gefunden haben muss.
Sie informierte umgehend ihren Ratskollegen, Vize-Bürgermeister Harry Marquardt, seit gut 15 Jahren „Bächle“-Beauftragter der örtlichen „St. Sebastianus“-Bruderschaft und der Gemeinde, der sich seinerseits an die „Biologische Station“ des Rhein-Kreises in Knechtsteden wandte.
Bei einem Ortstermin berieten jetzt deren Leiter Christian Platz und Harry Marquardt, wie sich die Kaulquappen, die sich zu Fröschen und Kröten entwickeln, gerettet werden könnten. Offen ist dabei in ihrem gegenwärtigen Zustand, ob aus ihnen gemeine Kröten oder Kreuzkröten werden.
„Würde nichts getan, werden die Kaulquappen im Zuge des Wasserkreislaufs des ,Bächle’ unvermeidlich geschreddert“, sagt Harry Marquardt. Bewahrt werden könnten sie hiervor ach den Worten von Christian Platz womöglich durch ein rettendes Sieb, wobei es sich auch um „ein plattgeklopftes Nudelsieb“ handeln könne, oder eine andere „schlaue heimwerkerliche Lösung“.
Komplett abstellen lässt sich das Wasser nicht, ohne dass die possierlichen Amphibien verenden, so dass jetzt erst einmal eine „Zwischenlösung“ gefunden wurde.
Harry Marquardt, der sich gemeinsam mit seiner Gattin Johanna um die Pflege des „Bächle“ kümmert, stellte das Wasser am Freitag erst einmal ab, so dass die Kaulquappen nunmehr fürs Erste nicht dem unvermeidlichen Tod entgegengetrieben werden.
Gleichwohl wird er darauf achten, dass das „Bächle“ ungeachtet des sinkenden Pegelstands nicht völlig trocken fällt, was den Fröschen und Kröten in spe gleichfalls den Garaus machen würde.
Durchaus wahrscheinlich ist es für Christian Platz, dass die Kaulquappen aus dem nur wenige Meter entfernten Gillbach „eingewandert“ sind, wo sich Fische (auch) von ihnen zu ernähren pflegen. Eine „Umsiedlung“ der Tiere kommt durchaus in Betracht, wobei die Entnahme von Wildtieren aus einem Gewässer Christian Platz zufolge indes einer behördlichen Genehmigung bedarf.
Die weitere Entwicklung im „Bächle“ soll in den kommenden Tagen intensiv beobachtet werden, ehe neue Schritte zur Rettung der Kaulquappenpopulation erfolgen.