So reisen, wie die Einheimischen leben: Tim Krögers Ziel: Alle Länder der Erde

So reisen, wie die Einheimischen leben : Tim Krögers Ziel: Alle Länder der Erde

An der „Door to hell“ mitten in der Wüste von Turkmenistan. Klettern im Mount Everest. Mountainbike fahren auf der „Death Road“ in Bolivien. 82 Länder hat Tim Kröger aus Hochneukirch bereits bereisen können.

Sein nächstes Ziel: Er möchte in Chiang Mai, im Norden von Thailand, „überwintern”, um sich auf seinen ersten Ironman vorzubereiten. Danach plant er mit einem Campervan durch Europa und Deutschland fahren und die Gegend mit dem Fahrrad zu erkunden. Immer im Gepäck: Flip Flops, Badeshorts und natürlich sein Smartphone, um seine Erlebnisse und Eindrücke auf seinem Reise-Blog „Universal Traveller“ festzuhalten.

„Eigentlich besitze ich gar nicht mehr so viel, das schränkt mich nur ein“, erzählt Tim Kröger im Interview, das bereits im Frühling stattfand. Denn der 29-Jährige ist nur wenige Tage wieder in seiner Heimatstadt. Seit Anfang Oktober tourt er bereits durch Thailand. So lebt der Sunnyboy in den Tag hinein, nicht groß darauf aus, die Zukunft zu planen. Nur eines hat er fest im Blick: Mit seinem Blog Geld verdienen.

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„Ich habe schon immer eine Internetseite gehabt und meinen Radsport darüber kommuniziert“, berichtet der Hochneukircher, „während meines Tourismus- und Eventmanagementstudiums bin ich dann viel gereist.“ Sein erster Blog-Beitrag: Von Leeuwarden bis nach Amsterdam trampen.

Nach seinem Studium bereiste Kröger dann erst einmal die Welt als Flugbegleiter bei der Lufthansa. „Über eine Reiseblogger-Konferenz in Bangkok habe ich mir dann eine Nische gesucht“, erklärt der 29-Jährige das Prozedere eines Reise-Blogs, „bei mir war es eine Abenteuerreise zu machen und trotzdem luxuriös zu übernachten.“ Ende 2010 gab es noch keinen Blog in dieser Form. „Ich wurde dann in Hotels eingeladen und habe darüber in meinem Blog geschrieben“, so Kröger, „ich habe meinen Blog quasi als Chance gesehen, einen luxuriösen Lifestyle zu leben, ohne Millionär zu werden.“

Und das interessiert nicht nur ihn selbst, sondern mittlerweile über 120.000 Menschen, die Kröger auf seiner Reise in den sozialen Netzwerken begleiten.

„Ich will auf meiner Reise immer so leben, wie die Einheimischen leben“, erzählt Tim Kröger, „deshalb plane ich auch nicht viel. Ich mache quasi das, was nicht im Reiseführer steht.“ So probiert er sich an „Balut“, ein angebrütetes gekochtes Entenei, das vor allem im asiatischen Raum eine Spezialität ist. Er streift quer durch Westafrika, um über den Landweg die Grenze zu überschreiten und wird dabei prompt von korrupten Polizisten überrascht. Oder aber er versucht in einfachen Garküchen in China essen zu bestellen - mit Speisekarten auf Chinesisch und Köchen, die kein Wort Englisch sprechen.

82 Länder hat der 28-Jährige in den vergangenen neun Jahren bisher bereist, 112 stehen noch auf seiner Liste. „Mein Ziel ist es, in allen Ländern der Welt gewesen zu sein. Auch in Ländern wie Somalia, in denen eine Reise derzeit eigentlich unmöglich ist“, meint Kröger. Favoriten habe er dabei keine. „Jedes Land ist überwältigend und hat seinen eigenen Charme. In jedem Land habe ich etwas erlebt, da kann ich keine Entscheidung fällen“, ist er überzeugt.

Mehr Infos über Tim Kröger gibt es auf https://www.instagram.com/universal_traveller/ ?hl=de oder https://www.universal-traveller.com/de/.

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