Bijan Djir-Sarai (FDP) zum Krieg im Irak „Die Iraner müssen selbst und frei entscheiden“

Grevenbroich · Bijan Djir-Sarai, Kreis-Kämmerer und ehemaliger Bundespolitiker der FDP hat bekanntermaßen Wurzeln im Iran. Dort tobt jetzt Krieg, Kennwort „epische Wut“. Er stellte sich zu einem Kurzinterview mit dem Erft-Kurier zur Verfügung.

Bijan Djir-Sarai hat seine Wurzeln im Iran.

Foto: RKN.

Das Interview führte Gerhard P. Müller.

Mit welchen Gedanken, Gefühlen blicken Sie in diesen Tagen auf den Iran?

Die Menschen im Iran haben Angst vor dem Krieg und gleichzeitig die Hoffnung, dass durch diesen Krieg die Islamische Republik endlich abgeschafft wird. Diese Gedanken habe ich auch.

Haben Sie eigentlich noch Familie dort?

Ich habe sehr viele Verwandte und Freunde, die heute noch im Iran leben.

Sehen Sie Chancen für eine künftige Demokratie im Iran? Wer könnte sie anführen?

Die überwiegende Mehrheit der Iraner wollen nicht mehr von Islamisten regiert werden. Sie wollen Freiheit und eine moderne westliche Demokratie. Die Iraner müssen selbst und frei entscheiden, wie die künftige politische Führung des Landes aussieht.

Können „vier Wochen Krieg“ die politische Situation im Iran nachhaltig verändern?

Die Frage kann niemand genau beantworten. Es hängt davon ab, wie schnell die Institutionen des Regimes zusammenbrechen.

Wie wird sich das aktuelle Geschehen dort und im arabischen Bereich auf uns hier in Europa auswirken?

Ein mögliches Ende des Mullah-Regimes wird mehr Sicherheit und Stabilität für die gesamte Region und Europa bringen. Es ist im Interesse der gesamten Region, dass die Islamische Republik verschwindet und der Iran eine Demokratie wird.

(-gpm.)