„Nach einem deutlicheren Rückgang der Arbeitslosigkeit im Mai hat sich im Rhein-Kreis im Juni eine weitere leichte Verbesserung angeschlossen. Das ist zum Start in den Sommer eine erfreuliche Entwicklung, bedeutet aber leider keine Trendumkehr. Noch immer sind mehr Menschen arbeitslos als im Vorjahresvergleich“, erklärt Jürgen Koch, Leiter der Arbeitsagentur für den Rhein-Kreis. „Die grundsätzliche Stärke des Arbeitsmarktes im Rhein-Kreis zeigt sich an den jüngsten Zahlen zur sozialversicherungspflichtigen Beschäftigung: Zum 31. Dezember 2025, dem letzten Quartalsstichtag der Beschäftigungsstatistik mit gesicherten Angaben, belief sich diese auf 163.369. Gegenüber dem Vorjahresquartal war das eine Zunahme um 2.564 Frauen und Männer.“
Im Juni 2026 meldeten sich im Rhein-Kreis 2.577 Personen arbeitslos. Davon kamen 900 Personen direkt aus einer Erwerbstätigkeit, was 118 Personen oder 11,6 Prozent weniger als im Vormonat und 62 Personen weniger als im Vorjahresmonat sind (-6,4 Prozent). 2.627 Menschen beendeten ihre Arbeitslosigkeit, davon nahmen 814 eine Erwerbstätigkeit auf, was 137 Personen oder 14,4 Prozent weniger als im Vormonat und 11 Personen weniger als im Vorjahresmonat sind (-1,3 Prozent). Im Jahresverlauf gibt es bisher 17.122 Zugänge von Arbeitslosen, gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Zuwachs von 543 Meldungen (+3,3 Prozent). Dem gegenüber stehen bislang 16.776 Abmeldungen von Arbeitslosen, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum entspricht das einem Plus von 1.009 Meldungen (+6,4 Prozent).
Leistungen aus der Arbeitslosenversicherung (SGB III) erhielten im Rhein-Kreis von den 16.288 arbeitslosen Menschen im Juni 6.498 Frauen und Männer. Das sind 31 Personen weniger als vor einem Monat (-0,5 Prozent) und 609 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+10,3 Prozent). Grundsicherung gemäß SGB II erhielten 9.790 Arbeitslose. Das sind 26 Personen weniger in der Betreuung des Jobcenters als im Vormonat (-0,3 Prozent) und 82 weniger als zum selben Zeitpunkt des Vorjahres (-0,8 Prozent).
19.650 Personen waren im Juni 2026 unterbeschäftigt gemeldet (ohne Kurzarbeit). Das sind 197 Personen weniger als im Vormonat (-1,0 Prozent) und 416 Personen mehr als zum Vorjahreszeitpunkt (+2,2 Prozent).
495 Arbeitsstellen wurden der Agentur für Arbeit im Juni 2026 neu gemeldet. Das sind 25 weniger als im Vormonat (-4,8 Prozent) und 12 mehr als vor einem Jahr im Juni (+2,5 Prozent). Im Juni 2026 sank die Anzahl der freien Stellenangebote, die durch die Arbeitsagentur und das Jobcenter angeboten werden können, um 8 auf 2.390 (-0,3 Prozent). Im Vergleich zum Juni 2025 lag die Stellenanzahl bei minus 162 (-6,3 Prozent).
In den acht Kommunen des Rhein-Kreises entwickelte sich der Arbeitsmarkt in unterschiedliche Richtungen. Registriert worden sind 2.359 Arbeitslose in Grevenbroich (-43), 618 in Jüchen (+8), 306 in Rommerskirchen (-19), 1.139 in Kaarst (-3), 769 in Korschenbroich (-10), 1.704 in Meerbusch (+5), 7.158 in Neuss (+7) und 2.235 Arbeitslose in der Stadt Dormagen (-2 Personen zum Vormonat).