Mathias Junggeburth hat seinen Hut in den Ring geworfen. Sein Ziel: Amtsinhaberin Heike Troles von der CDU aus dem Landtag drängen, den hiesigen Wahlkreis für die SPD gewinnen.
Starke Worte für einen noch nicht allzu bekannten Kandidaten. Doch Junggeburth kontert den Einwand locker: Eine Umfrage habe ergeben, dass den Sptizenkandidaten der SPD, Jochen Ott, auch nur acht Prozent der Nordrhein-Westfalen kennen würden. Und beide, Ott wie Junggeburth, hätten ja noch ein Jahr Zeit, „in die Herzen der Menschen zu kommen“.
Er engagiert sich seit längerem in der „Arbeitsgemeinschaft der Sozialdemokraten im Gesundheitswesen“ innerhalb der Landes-SPD. Hier kennt er sich als Einrichtungsleiter bestens aus. Und hier sieht er im Landtag auch seine Schwerpunkte: „Wir stehen von einer geschichtsträchtigen Sozialstaatsreform im Bund“, postuliert Junggeburth. „Das Land muss diese Reform dann umsetzen.“ Bei der „Übersetzung“, die in den nächsten Jahren und Jahrzehnten erfolgen müsse, will er sich und seinen Blick für soziale Problematiken einbringen. „Wir müssen für das Land und die Region die entsprechenden Lösungen finden“, betont Mathias Junggeburth sehr entschlossen.
Pflege, Versorgung im Alter, Familie – das seien alles Haltungsfragen, die das ureigenste Interesse der Menschen betreffen würden. „Mit tragfähigen Lösungen erreiche ich hier die Herzen der Menschen“, überlegt der SPD-Kandidat, der dann noch einen wichtigen Satz spricht: „Wir müssen dafür eine starke wachsende Wirtschaft haben.“ Nur da wird derzeit im Bund von CDU und SPD nicht wirklich geliefert. „Wir sind nicht die Blockierer-Partei“, meißelt Junggeburth seine Sichtweise. Man habe sogar „auch gegen die eigenen Grundsätze gehandelt“. Und er lobt SPD-Chef Lars Klingbeil. Der sei ein „umsichtiger Sachpolitiker“.
Allerdings schiebt er beinahe schon philosophisch nach: „Wenn ich was mit dem Kopf nicht verstehe, kann ich das dem Herzen auch nicht deutlich machen.“
Das bessere Erklären, das Übersetzen sieht er als seine Aufgabe. „Ich will jemand sein, der Dinge möglich macht.“
Nichts möglich machen will Junggeburth allerdings in Richtung AfD, die ausschließlich von der Unzufriedenheit der Leute profitieren würde. Denen müsse man erklären, „dass die Welt nicht einfach ist und dass einfache Lösungen nicht funktionieren“.
Die vier Kommunen (Dormagen, Rommerskirchen, Grevenbroich und Jüchen), in denen er sich für die Landtagswahl bekanntmachen will, findet Junggeburth alle „total interessant“ mit einer großen Spannweite der Themen: „Von der Windkraft bis ,Medical City’“.