Das fordern Unternehmer für den Strukturwandel

Das fordern Unternehmer für den Strukturwandel

Die „Wirtschaftsvereinigung Grevenbroich – Jüchen – Rommerskirchen“ ist ein Zusammenschluss von aktuell mehr als 140 Wirtschaftsunternehmen in der Region. Sie ist politisch neutral und umfasst Klein- bis Großunternehmen.

Jetzt hat sie sich zum Strukturwandel zu Wort gemeldet.

„Unsere Region Grevenbroich, Jüchen und Rommerskirchen ist wirtschaftlich von der Braunkohlenindustrie mit Tagebauen und Kraftwerken und der Aluminiumindustrie geprägt. Die Energiewirtschaft und die energieintensive Industrie bilden mit dem Einkommen der direkt und indirekt Beschäftigten und ihrem Auftragsvolumen die wirtschaftliche Basis unserer Region“, heißt es in der Pressemitteilung des Zusammenschlusse, der aktuell vom Vorsitzenden Eberhard Uhlig geleitet wird.

Und er betont: „Unsere Unternehmen sind deshalb weit überproportional (im Vergleich zur Bundesrepublik oder dem Land) von den Beschlussfassungen der Kommission ,Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung’ und den nachfolgenden politischen Entscheidungen betroffen.“

Vor diesem Hintergrund hat der Vorstand eine Resolution zur Strukturentwicklung unserer Region für die Kommission „Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung“ und die nachfolgenden politischen Entscheidungsprozesse abgestimmt, mit der man Erwartungen und Einschätzungen in die Entscheidungsprozesse einbringen möchten. Drei Fakten stehen dabei im Vordergrund: Unsere Region benötigt mindestens drei Jahrzehnte Zeit für eine Strukturanpassung bei einem Ausstieg aus der Braunkohle. Endtermine für den Betrieb von Braunkohlekraftwerken müssen sich an den Genehmigungen der Tagebaue orientieren. Die Versorgungssicherheit mit Strom und wettbewerbsfähige Strompreise müssen neben ökologischen Kriterien wieder gleichberechtigte Orientierungspunkte der Politik werden. Uhlig: „Die Wirtschaftsvereinigung unterstützt die Energiewende und begrüßt, dass die Diskussion über die bevorstehenden erheblichen Strukturanpassungen bereits heute geführt wird. Hierdurch wird bewusst, wie anspruchsvoll die Aufgaben sind, vor der unsere Region und die Regionen im Osten stehen. Es ist unsere Hoffnung, dass die Kommission ,Wachstum, Strukturwandel und Beschäftigung’ sowie die verantwortliche Politik – entsprechend des Titels der Kommission – Wege aufzeigen und unterstützen, die die Bewältigung dieser Herausforderungen ermöglichen. Hierbei vertrauen wir auch auf aktuelle, öffentliche Aussagen zahlreicher Minister, dass es notwendig ist, beim Ausstieg aus der Kohleverstromung die Menschen in den betroffenen Regionen mitzunehmen.“ Es gehe um gut bezahlte, sozialversicherungspflichtige und tarifvertraglich abgesicherte Arbeitsplätze für die Menschen. Den Unternehmen müsse ausreichend Zeit gegeben werden, um diesen Wandel meistern zu können.

-ekG.

(Kurier-Verlag)
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