Schröder beim „Ironman“: Jeder Schritt tat weh!

Schröder beim „Ironman“ : Jeder Schritt tat weh!

„Die Hitze und der Wind waren eine enorme Herausforderung, aber ich bin durchgekommen und das war mein Ziel“, strahlt Norbert Schröder. Viele Wochen voller Trainingseinheiten und Anspannungen sind vorüber. Schließlich schaffte es Schröder in elf Stunden und 27 Minuten beim „Ironman“ in Hawaii auf den 57. Platz in seiner Altersklasse. Für den Sportler eine enorme Leistung, die sogar von Bürgermeister Dr. Martin Mertens am 12. November gewürdigt wird.

Rommerskirchen. „Es juckt langsam wieder“, lacht der 56-Jährige, „ich würde sofort gerne wieder was machen, aber der harte Wettkampf hat viel Kraft gekostet. Heute reicht es aber wieder für eine lockere Runde aufs Fahrrad.“ Zwei Wochen nach dem spektakulärsten Triathlon-Wettkampf der Welt, bei dem sich die besten Sportler weltweit messen, hat sich Norbert Schröder noch nicht ganz erholt.

„Es ist ein Traum jedes Triathleten und was da passiert, ist wirklich unglaublich“, berichtet der Rommerskirchener begeistert. Bereits eine Woche vor dem eigentlichen Wettkampf ist auf Hawaii schon mächtig Programm – mit Nationenparade, Unterhosen-Lauf, aber auch Wettschauen der Konkurrenz.

Und dann geht es auch schon los. Dabei sind die Bedingungen beim „Ironman“ alles andere als einfach. „Für das Schwimmen war kein Neoprenanzug erlaubt, weil das Wasser mit 27 Grad viel zu warm war“, meint Norbert Schröder, der die bessere Wasserlage im „Neo“ als großen Vorteil ansieht.

Und auch Strömung und Wellengang waren viel höher als normal. „Bevor man an den Start geht, wird man sogar eingecremt“, erzählt er über die luxuriösen Standards beim „Ironman“, „und auch in der Wechselzone wird das Fahrrad auf Wunsch von Helfern aufgepumpt.“

Und auch hier musste Schröder mit den unterschiedlichen Wetterbedingungen kämpfen. „Von allen Seiten weht Wind und weil Hawaii eine Vulkaninsel ist, kamen auf der Radstrecke eine Menge Höhenmeter zusammen“, so der Rommerskirchener. Er musste auf dem Rad mehr Energie aufbringen, als er eingeplant hatte.

Schließlich kam ja noch das Laufen. Salz und Eiswürfel halfen dem Sportler bis zur Lauf-Etappe. „Beim Laufen hatte ich dann schon meine Zweifel, ob ich es schaffe, einen Marathon zu laufen“, gibt Schröder nachdenklich zu. Trotz Trainingseinheiten bis zu 35 Kilometer auf der „Allrather Kipp“ daheim sind die Verhältnisse auf Hawaii natürlich viel extremer.

„Am Ende hat jeder Schritt weh getan, aber ich wollte unbedingt ankommen und zwar laufend“, so sein Vorhaben. Auf den letzten fünf Kilometern – kurz vor dem Ziel – wird Schröder dann schon ordentlich von den Zuschauern gefeiert. „Eigentlich mag ich es nicht, von anderen Läufern überholt zu werden, aber ich wollte die Stimmung, Fahnen und die Rufe der Zuschauer genießen“, so Norbert Schröder.

Und er kommt an: In 11 Stunden und 27 Minuten. Sein Ankommen wird dabei schon früh auf dem Monitor angezeigt.

Nächstes Jahr will er dann wieder in Frankfurt an den Start gehen und ein Finishing von unter zehn Stunden erreichen. „Ich hoffe dann nur nicht, dass ich mich für Hawaii qualifiziere, weil dann muss ich mich entscheiden“, lacht er. Und wie die Entscheidung dann ausfallen würde, ist Schröder jetzt eigentlich schon klar. „Die größte Leistung beim Ironman war aber sicher der Rückhalt und die Unterstützung meiner Familie“, strahlt er.-agr.

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