Brücke in den Garten der Zukunft Jörg Schröder muss im Oktober dem Land Ergebnisse liefern

Grevenbroich · Jörg Schröders „Brücke in den Garten der Zukunft“ (wir berichteten) wurde kürzlich mit schwerem Gerät aufgestellt. An diesem Wochenende werden die beiden Gärten (heute vs. „in 20 Jahren“ dem Klimawandel angepasst) angelegt. Ab der kommenden Woche dann kann das Kunstwerk bewundert und vor allem auch begangen werden.

 Mit schwerem Gerät musste die stählerne Brücke in der sich nach vorne verjüngenden Stilistik aufgestellt werden.

Mit schwerem Gerät musste die stählerne Brücke in der sich nach vorne verjüngenden Stilistik aufgestellt werden.

Foto: privat

Möglich wurde dieses Projekt durch ein „Stipendium“, das Grevenbroichs Erfolgs-Künstler Jörg Schröder vom Land bekommen hat. „Ich muss im Oktober liefern“, lacht er. Dann müsse er nachweisen, dass sein Konzept auch „gefruchtet“ hat.

Schon bei der Bewerbung hatte er einen langen Fragenkatalog beantworten und sein Konzept ausführlich vorstellen müssen. „Keine Skizze oder Foto, alles musste textmäßig erklärt werden. Für einen, der wie ich mehr bildmäßig unterwegs ist, gar nicht so einfach“, seufzt Schröder.

Daniel Schiffers und seinen beiden jungen Mitarbeiter pflanzen an diesem Wochenende nun den „Garten der Zukunft“.

Daniel Schiffers und seinen beiden jungen Mitarbeiter pflanzen an diesem Wochenende nun den „Garten der Zukunft“.

Foto: privat

Dabei ist sein Thema ja im wahrsten Sinne des Wortes „brandaktuell“, wie der heiße Sommer 2022 quer durch die Republik gezeigt hat. Deshalb werden ja schon seit ein paar Jahren die Wälder „umgestaltet“, hitzebeständige und weniger wasserhungrige Baumarten werden dort nachgepflanzt. Und auch der private Garten wird sein Gesicht ändern, ist sich Daniel Schiffers sicher. Der Geschäftsführer vom „Gartenhof Becker“ in Pulheim ist Schröders Partner und hat den „Garten der Zukunft“ entwickelt, in den die stählerne Brücke führt.

Die ist übrigens bewusst schmal und steil gehalten. „Sie soll den Weg nicht beschönigen, indem sie vielleicht gar noch über ein plätscherndes Bächlein führt“, macht der Künstler klar. Sie sei ganz bewusst „nicht einfach zu begehen“, um die Problematik des Weges „begehbar und erlebbar“ zu machen. „Gespannt wie ein Bogen, verliert sich die Sicht“, formuliert es Jörg Schröder.

Übrigens sind Kunst-Aktionen mit dem Erasmus-Gymnasium geplant und mit Pulheimer Schulen angedacht. Auch deren Ergebnisse kann der Künstler dann in seinen Abschlussbericht ans Land packen.

„Jeder hatte richtig Lust auf das Projekt“, resümiert Schröder seine Erfahrungen. Jetzt hofft er, dass auch die Öffentlichkeit mit Interesse reagieren und über die Brücke kommen wird.

Übrigens: Jörg Schröder öffnet an diesem Wochenende jeweils von 11 bis 17 Uhr sein Atelier an der Montanusstraße.

(Gerhard P, Müller)