Ziel des Projekts ist es, Geschichte dort erlebbar zu machen, wo sie tatsächlich stattgefunden hat. Die Ereignisse rund um das Jahr 1648 und die damit verbundenen regionalen Auswirkungen sollen für die Öffentlichkeit greifbar werden – anschaulich, fundiert und bewusst ohne den Charakter eines reinen Unterhaltungsformats.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf der Bildungsarbeit: Aktuell wird ein Konzept entwickelt, das sich gezielt an weiterführende Schulen im Rhein-Kreis richtet. Schülerinnen und Schüler sollen die Möglichkeit erhalten, historische Zusammenhänge nicht nur theoretisch zu erfassen, sondern direkt vor Ort zu erleben und einzuordnen.
„Wir wollen Geschichte nicht nur erzählen, sondern erlebbar machen – gerade für die junge Generation. Das gelingt am besten dort, wo sie tatsächlich stattgefunden hat“, betont Peter Theo Schäfer vom Verein „Historisches Wevelinghoven“.
Parallel dazu laufen die organisatorischen Vorbereitungen auf Hochtouren. Infrastruktur, Abläufe und die Einbindung ehrenamtlicher Helfer werden derzeit konkretisiert, um die Veranstaltung im Juni reibungslos umsetzen zu können. Im Rahmen des Podcast-Formats „Schützenstolz“ wird es Ende Mai auch eine Vorstellung der Darstellergruppen im Rahmen eines persönlichen Gesprächs mit Cedric Engels vom BSV Wevelinghoven zu hören geben.
Unabhängig davon bietet der Verein bereits zuvor einen weiteren historischen Zugang an:
Am 25. April führt der Ausflug „Über die Fluren“ nach Bergisch-Gladbach, wo die Teilnehmer die traditionsreiche Papierregion erkunden. Im Mittelpunkt steht der Besuch der historischen Papiermühle, in der die Entwicklung der Papierherstellung vom handwerklichen Schöpfen bis zur frühen industriellen Fertigung nachvollzogen werden kann. Damit wird ein zentraler Wirtschaftszweig der Region anschaulich in seiner historischen Bedeutung vermittelt.
Darüber hinaus wird der Verein „Historisches Wevelinghoven“ auch in diesem Jahr wieder am Tag des offenen Denkmals am 13. September eilnehmen. Das bundesweite Motto lautet „Wert-voll: unbezahlbar oder unersetzlich?“ und rückt die Bedeutung unseres kulturellen Erbes in den Mittelpunkt.
Auch im Herbst ist ein weiterer Programmpunkt geplant: Neben der ordentlichen Mitgliederversammlung wird es einen Vortrag zur jüngeren Geschichte Wevelinghovens geben. Jürgen Larisch und Stefan Faßbender werden dabei anhand historischer Bilder die Entwicklung des Ortes in den vergangenen Jahrzehnten anschaulich nachzeichnen. Der Titel: „Wevelinghoven im Wandel der Zeit“.
„Unser Ziel ist es, Geschichte in ihrer ganzen Bandbreite zu zeigen – vom Mittelalter bis in die jüngere Vergangenheit. Die unterschiedlichen Formate im Jahresverlauf ergänzen sich dabei ideal“, erklärt der Vorsitzende Ralf Rosenberger.
Mit jedem weiteren Schritt wird deutlich: „Living History 1648 – Wevelinghoven“ ist mehr als ein einzelnes Wochenende – es ist Teil eines Jahresprogramms, das historische Forschung, ehrenamtliches Engagement und lokale Identität miteinander verbindet.