Der Rosenmontag in Allrath stand wettertechnisch leider nicht unter einem guten Stern. Regen und grauer Himmel machten den Jecken einen Strich durch die Rechnung. Doch eines war schnell klar: In Allrath lässt man sich vom Wetter nicht aufhalten. Der Zug ist gezogen, wenn auch in leicht verkürzter Form.
Mit insgesamt fünf liebevoll gestalteten Zuggruppen sowie dem Tambourcorps „In Treue Fest“ Allrath setzte sich der kleine, aber feine Umzug dennoch in Bewegung und sorgte für karnevalistische Stimmung am Straßenrand. Die Entscheidung, die Strecke abzukürzen, fiel mit Blick auf die Wetterlage – doch das tat der guten Laune keinen Abbruch.
Kreativität wurde auch in diesem Jahr großgeschrieben: Von fantasievollen Iglus über elegant gestylte Pudel und imposante Pelikane bis hin zu beliebten Charakteren aus der Super-Mario-Saga war alles vertreten, was das närrische Herz begehrt. Die bunt kostümierten Teilnehmer bewiesen einmal mehr, wie viel Engagement und Herzblut im Allrather Karneval steckt.
Neben Humor und Fantasie gab es jedoch auch nachdenkliche Töne. Eine der Gruppen setzte mit einem kritischen Beitrag ein bewusstes Zeichen zum Thema Brauchtum im Ort und im Grevenbroicher Stadtgebiet.
Thematisiert wurde, dass traditionelle Feste wie Schützenfest und Karneval zunehmend unter Druck geraten und langsam an Bedeutung verlieren. Eine Botschaft, die viele Zuschauer bewegte und zum Nachdenken anregte.
Trotz widriger Bedingungen zeigte sich: Der Karneval in Allrath lebt, getragen von engagierten Vereinen, kreativen Gruppen und treuen Besuchern. Auch wenn das Wetter nicht wie erhofft mitspielte, wurde der Rosenmontag zu einem sichtbaren Zeichen dafür, dass Brauchtum hier weiterhin gepflegt und mit Leben gefüllt wird.
Denn eines gilt in Allrath mehr denn je: Lieber eine verkürzte Strecke als gar kein Zug.