1. Grevenbroich

Familie Fienitz: Sozial vorbildlich und jetzt aufm Königsthron!

Familie Fienitz : Sozial vorbildlich und jetzt aufm Königsthron!

Lange geplant und frühzeitig gemeldet: Es hatte sich herumgesprochen, dass Horst Fienitz, Spieß im 14. Jägerzug „De Dörpjonge“ bereit war, Schützenkönig des Gustorfer Bürger-Schützen-Vereins im Jahr 2019 zu werden.

Gustorf. So war er am Kirmesmontag 2017 als einziger Bewerber an der Vogelstange des Gustorfer Traditionsvereins erschienen.

Das Schießen überließ er dann allerdings seinem Zugkameraden Volker Haiplick. Eine gute Wahl, denn bereits mit dem achten Schuss ergab sich damals der Holzvogel. Unter dem Jubel seiner Zugkameraden und der vielen Zuschauer, die am Schützenfestmontag Jahr für Jahr den Weg zum Schießstand finden, nahm er als Erstes seine Ehefrau Martina in den Arm. Die anschließende Feier im Festzelt ist bereits heute legendär.

Der König der Gustorfer Schützen ist 60 Jahre alt und in der Verwaltung des Rhein-Kreises als staatlich geprüfter Vermessungstechniker im Kataster- und Vermessungsamt tätig. Als Ur-Gustorfer war es für Horst Fienitz eine Selbstverständlichkeit, schon früh, nämlich im Jahre 1975 in den gerade erst gegründeten 14. Jägerzug einzutreten.

Königsluft durfte er hier bereits in den Jahren 1993 und 2009 als Zugkönig schnuppern. Mutter der Kompanie, gemeint ist das Amt des Spießes, ist er seit 1978.

Neben dem Schützenwesen ist Horst Fienitz noch in zahlreichen anderen Vereinen aktiv und trägt mit viel Einsatz zum gelungenen Vereinsleben in Gustorf bei.

Bekannt ist die Gustorfer Majestät vor allem als Präsident des Kinderkarnevals des „Närrischen Sprötz-Trupps“ in Gustorf.

Aber auch innerhalb der Spielvereinigung Gustorf-Gindorf übernimmt Horst Fienitz als Trainer der F-Jugend und Mitglied des Jugendvorstandes Verantwortung.

Darüber hinaus engagiert er sich seit 40 Jahren im Personalrat der Kreisverwaltung und war 37 Jahre aktiv im Fernmeldedienst des Katastrophenschutzes aktiv. Über seine Vereinstätigkeiten hinaus nennt er als Hobbys seine Familie, den 1. FC Köln und natürlich seine Hunde.

Seine Ehefrau Martina lernte er 1982 während eines Betriebsfestes der Kreisverwaltung kennen. Im Jahre 1984 wurde dann geheiratet und die Familie wird komplettiert durch drei leibliche und fünf in die Familie liebevoll aufgenommene Kinder.

Martina Fienitz, geb. Reinartz, wurde 1963 in Düsseldorf geboren und wuchs in Nettesheim auf. Sie ist von Beruf Erzieherin und Motopädin und arbeitet in einem Kindergarten in Stessen.

Ihre weitreichenden Kenntnisse als Motopädin bringt sie auch in einer freiberuflichen Tätigkeit ein.

Ihre Hobbys sind neben der vielköpfige Familie die Musik, das Tanzen, der Sport und, wie ihr Ehemann, der Karneval. Übrigens verfügt sie hier bereits über Bühnenerfahrung, trat sie doch im Duo „Herbert und Luise“ auf.

Das soziale Engagement von Horst und Martina Fienitz ist weit über die Grenzen Gustorfs hinaus bekannt und geschätzt. Seit fast 30 Jahren sind sie als Pflegeeltern bei der Stadt Grevenbroich gemeldet. 13 Pflegekinder, zu denen nach wie vor ein enger Kontakt besteht, haben sie groß gezogen Hierdurch und als Gründungsmitglieder des „Vereins der Pflege- und Adoptiveltern“, dessen Vorsitzender Horst Fienietz ist, arbeiten sie leidenschaftlich und verantwortungsvoll für das Wohl von Kindern, die ganz oder zeitweise von ihren leiblichen Eltern keine Hilfe zu erwarten hatten.

Trotz dieser manchmal schwierigen Aufgabe sagen die Beiden, dass Pflegeeltern zu sein, eine Bereicherung für das eigene Leben ist.

Das Paar wird während seiner Königszeit unterstützt durch die Adjutanten Walter Cormann und Sohn Nils Fienitz, der übrigens kein Jäger sondern ein Grenadier ist. Bei Bedarf springt dann noch Frank Schmidtchen als Ersatzmann ein.