Der Vorstand dankt für die Treue : Jubilare - 65 Jahre im Regiment

Der Vorstand des Bürger-Schützen-Vereins Gustorf bedankt sich herzlich für die Treue und wünscht seinen Jubilaren alles Gute, Gesundheit und ein schönes, stimmungsvolles und harmonisches Schützenfest im Kreise der Gustorfer Schützenfamilie.

Willi Keller trat 1955 in die Reihen des 2. Jägerzuges „In Treue fest“ ein. Mit dieser Entscheidung folgte er nicht nur seinem Vater, sondern auch seinen Großvater. Im Januar 1958 wurde Willi Mitarbeiter beim RWE-Kraftwerk Frimmersdorf. Angefangen als Schlosser über die Tätigkeit als Revisionsmeister schaffte es Willi Keller hier bis zu seiner Verabschiedung zum Abteilungsleiter in der mechanischen Instandhaltung der Apparate- und Kesselanlagen.

Auf seine handwerklichen Fertigkeiten konnten sich die Kameraden des 2. Jägerzuges beim Fackelbau immer verlassen. Im Beruf aber auch im Schützenwesen gilt Willi Keller als ein stets gewissenhafter, zuverlässiger und loyaler Mensch.

Im 2. Jägerzug bewies sich der Jubilar bereits als Blumenhornträger, als Fahnenoffizier und stolze 20 Jahre als Spieß. Er wurde unter anderem bekannt als „Der Mann mit dem grünen Büchlein“, der immer auf das korrekte Auftreten seiner Kameraden achtgegeben hat. Heute erfreut sich

Willi Keller seiner drei Enkel Martin, Nicklas und Christina – die Kinder seiner Tocher Heike und seinem Schwiegersohn Jürgen. Des Weiteren fotografiert Willi sehr gerne und widmet sich liebevoll seinem Garten.

Anton Landen

Als sich im Jahre 1955 bei „Spenraths Emma", einer damals bekannten Gustorfer Kneipe, 15 junge Männer zur Gründung des 10. Jägerzug „Erft-Jonge" trafen, war Jubilar Anton Landen dabei. Er ist also ein Mann der ersten Stunde und heute einer von leider nur noch wenigen lebenden Gründungsmitgliedern des 10. Jägerzuges.

ln seinen jungen Schützenjahren wechselte sich „Toni“, wie er von Freunden auch genannt wird, mit Friedel Tilger beim Tragen des Trinkhorns ab, welches seinerzeit freihändig, das heißt ohne unterstützenden Schultergurt getragen wurde.

1989 war Anton Landen Zugkönig der Zuggemeinschaft. In den späteren Jahren war er stets stolzes Mitglied „der letzten Reihe". Seinem Zug gehörte er während seiner aktiven Zeit ununterbrochen an. Seit 2013 ist der Jubilar passives Mitglied des Bürger-Schützen-Vereins. Auch heute nimmt er noch regen Anteil am Schützenwesen.

Jakob Rodrigo erblickte im Jahre 1938 das Licht der Welt in Gustorf. Sein Geburts- und Elternhaus an der damaligen Hauptstraße - der heutigen Christian-Kropp-Straße - stand im Schatten des „Erft-Doms“ und damit direkt am Zugweg des Schützenregiments.

Nicht verwunderlich also, dass Jakob Rodrigo dann schon als knapp Siebzehnjähriger im Jahre 1955 zum ersten Mal unter dem damaligen Zugführer Hermann Kluth im 1. Jägerzug „Gut Schuss“ mitmarschierte.

Nach sechzehn Schützenfesten in der Reihe löste er im Jahr 1971 Jakob Neunzig als Zugführer des 1. Jägerzuges ab. Den 1. Jägerzug führte der Jubilar dann 25 Jahre lang, bis einschließlich Schützenfest 1995, als Hauptmann an. Als Spieß unterstützte ihn während dieser Jahre der unvergessene Christian Waldeck.

Den älteren BSV-Mitgliedern wird immer noch die ein oder andere Anekdote in Erinnerung sein, mit der die Beiden bei Vollversammlungen Heiterkeit auslösten.

Bei allen Fackelbauten des 1. Jägerzuges war Jakob Rodrigo einer der treibenden Kräfte. Maßgeblichen Anteil hatte er als langjähriges Mitglied des BSV-Vorstandes an der Errichtung des Vogelschießstandes des Bürger-Schützen-Vereins im Jahre 1975 und an der Realisierung und Wiedererrichtung des Wegekreuzes „Am Bärenbroich“an der Provinzstraße Richtung Elsen-Fürth.

Im vergangenen Jahr vollendete Jakob sein 80. Lebensjahr und ist damit nicht nur das dienstälteste, sondern auch lebensälteste Mitglied im 1. Jägerzug. Als bekennender Dortmund-Anhänger hofft er, dass seine „Borussia“ am Ende dieser Bundesliga-Saison wieder eine Meisterschaftsfeier abhalten kann.

(-ekG.)