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Ein „Rheingold-Museum“: : Gibt Berlin Kohle für Kohle-Schau?

Wer bei „Rheingold“ nur an Hagen von Tronje denkt, der den Schatz der Nibelungen im Rhein versenkt, der irrt. „Rheingold“ ist nämlich auch der Name der ersten Braunkohle-Grube bei Neurath, die quasi der Start dazu war, dass sich Grevenbroich irgendwann „Bundeshauptstadt der Energie“ nennen konnte.

Alles begann im Jahre 1858, als man beim Bau eines Brunnens in Neurath zufällig auf Braunkohle stieß. Es folgten die Felder Feldern „Glücklicher Fall“, „Prinzessin Victoria“ und eine Erfolgsgeschichte, die nun 2035 bis 2038 endgültig enden wird.

Für die Grevenbroicher Sozialdemokraten ein so spannendes Thema, das sich ihrer Meinung nach für ein eigenes Museum eignen würde. Für ein Braunkohle-Museum mit bundesweiter Bedeutung. Berliner Fördergelder sollen deshalb abgefragt werden. So sieht es zumindest der erste Entwurf eines Wahlkampfprogramms der SPD vor, an dem unter der Führung von Partei-Chef Daniel Rinkert und Bürgermeister Klaus Krützen gearbeitet wird.

Strukturwandel, Digitalisierung (als soziale Komponente), die Gründung einer Wohnungsbaugesellschaft, ein Ringbus-System (via NEW) und ein Rad- und Kulturweg entlang der Erft (das „blaue Mobilitätsband“) könnten die weiteren Themen sein. Parallel tagt Ende des Monats die „Findungskommission“, die Wahlkreis- und Listenkandidaten festschreiben. Hier verspricht Rinkert „einige Überraschungen“. Auf jeden Fall soll Philipp Bolz (kleines Foto rechts) wohl in Barrenstein/ Allrath kandidieren und auch in der Top-Ten der Reserveliste komfortabel abgesichert werden. Bürgermeister Krützen (kleines Foto links) will in einem Wahlkreis auch „direkt“ kandidieren. Sollte er die Wahl als Bürgermeister allerdings nicht gewinnen, wird er dem nächsten Rat nicht mehr angehören. Am 19. April soll er offiziell als Spitzenkandidat proklamiert werden. Rinkert spricht von einer „schönen politischen Veranstaltung“.

(Gerhard Müller)