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Julius Weckauf Otto Waalkes Catweazle neuer Kinofilm Remake

„Elektrik-Trick und sprechender Knochen“: : Julius und Otto lassen Catweazle auferstehen

Für Julius Weckauf geht das neue Jahr genau so spannend los, wie er das in 2019 erlebt hat: Am 4. Februar startet der Film „Enkel für Anfänger“, in dem Julius neben Maren Kroymann und Heiner Lauterbach vor der Kamera steht. Im März beginnen dann die Dreharbeiten für Weckaufs nächste Hauptrolle.

Hochneukirch. Was nach der Veröffentlichung von „Der Junge muss an die frische Luft“ im Leben von Julius Weckauf alles passiert ist, hätte sich der Hochneukircher vorher wohl kaum vorstellen können: Neue Film-Angebote, Dreharbeiten für weitere Projekte, erste Erfahrungen im Synchronisieren (Julius lieh „Wickie“ seine Stimme), nette Bekanntschaften und viele Preisverleihungen.

Eine ganz besondere Reise zu einer Verleihung führte Familie Weckauf in die USA: Julius erhielt den „SIFF-Award“ und durfte dafür mit seinen Eltern nach Seattle reisen: „Das war mein Highlight 2019!“

Und wer Julius Weckauf kennt, der weiß, dass Highlights für ihn auch gerne mal mit gutem Essen zu tun haben: „Da habe ich jeden Tag Creamcheese-Bagel gegessen. So lecker!“
In „Enkel für Anfänger“ spielt Weckauf den hyperaktiven Jannik, der das Leben seiner Leih-Oma auf den Kopf stellt. „Der Film ist super lustig und hat mir echt viel Spaß gemacht“, resümiert der junge Schauspieler. Zwei Welten prallen aufeinander – und profitieren am Ende beide davon. So zeigt die Leih-Oma Jannik in einer Szene zum Beispiel eine Schreibmaschine. Janniks Reaktion: „Cool, ein al-

ter Computer. Mit Drucker drin.“ Dieses

Entdecken von Gegenständen aus der Vergangenheit war auch bei den Dreharbeiten zu „Der Junge muss an die frische Luft“ ein großes Thema: „Ich fühle mich seitdem mit den 70ern verbunden. Vieles kannte ich zwar aus Erzählungen von Oma und Opa. Aber am Set habe ich den Lebensstil richtig kennen gelernt, zum Beispiel wie ein alter Herd funktioniert. Ich habe quasi den Führerschein für die 70er gemacht!“

Und dann gibt es da noch ein neues Film-Projekt: „Ich werde mit Otto ,Catweazle‘ drehen.“ Eine Aufgabe, auf die sich Julius Weckauf sehr freut. In dem Film, für den die Dreharbeiten im März beginnen, spielt der Hochneukircher den Daniel, der versucht, „Catweazle“ zu beschützen. Dieser hat sich nämlich nur aus Versehen in die Gegenwart gezaubert und bestreitet seine Abenteuer dort mit Daniel an seiner Seite. Neben Otto gehört Katja Riemann zu den Hauptdarstellern. Julius durfte schon beide Schauspieler kennen lernen und freut sich auf die Zusammenarbeit. Die Weihnachtsferien verbrachte der Nachwuchs-Schauspieler mit dem Beginn der Lektüre des Drehbuchs. „Ich habe mir einen Plan gemacht, wann ich wie viel lese“, grinst der jüngste Spross der Familie Weckauf. Die beiden Eltern achten darauf, dass die Filmarbeit nicht in zu viel Stress ausartet: „Die Schule darf auf keinen Fall leiden.“

Und dann muss auch noch genügend Zeit sein, einfach Kind sein zu dürfen, zu spielen, sich mit Freunden zu treffen. Julius Weckauf hat das Glück, dass das Lernen von Texten nicht schwierig für ihn ist: „Ich kann mir Sachen gut merken. Da kannst du Mama und Papa fragen: Wenn ich ein Lied höre, dann kann ich es danach direkt mitsingen.“ Und so liest der Schüler seine Film-Texte noch einmal am Abend vor dem Drehtag. „Ich muss auch nicht Wort für Wort auswendig lernen. Beim ,Jungen‘ war es Regisseurin Caroline Link auch ganz wichtig, dass ich authentisch bin und rede, wie ich es meine.“
Was mit „Der Junge muss an die frische Luft“ begann, hat sich rasant entwickelt: Die Schauspielerei nimmt für Julius einen wichtigen Stellenwert ein. Hier sieht er auch seine berufliche Zukunft. Die Herzlichkeit am Set des Kerkeling-Films war für den Newcomer der beste Einstieg in die Branche. Mit seiner offenen und freundlichen Art fühlte sich der Zwölfjährige sofort angenommen. „Ich halte auch noch Kontakt zu vielen Leuten von den Dreharbeiten. Heute hat zum Beispiel meine Lieblingsfahrerin Geburtstag. Mit der konnte ich so viel Quatsch machen. Wir haben unterwegs einfach immer das Fenster offen gehabt und jedem einen schönen Tag gewünscht.“ Ein ganz normaler Junge eben…J. Schäfer