Zum Tag des Ehrenamtes Ein großer Dank an drei verdiente Ehrenamtler

Jüchen  · Auch in diesem Jahr hat die Stadt Jüchen zum Tag des Ehrenamtes am 5. Dezember verdiente Bürger für ihren Einsatz für das Allgemeinwohl geehrt. Die kleine Feierstunde fand bereits zum sechsten Mal statt, wie Bürgermeister Harald Zillikens freudig bei der Begrüßung der Anwesenden verkündete.

 Hermann Vierkötter, Heinrich Küpper und Theo Held (von links) freuten sich über die von Bürgermeister Harald Zillikens überreichte Ehrung.

Hermann Vierkötter, Heinrich Küpper und Theo Held (von links) freuten sich über die von Bürgermeister Harald Zillikens überreichte Ehrung.

Foto: Kurier Verlag/Daniela Furth

„Das Miteinander in unserer Stadt ist durchzogen von freiwilligem Engagement in den unterschiedlichsten Bereichen. Unsere Gesellschaft lebt vom Ehrenamt“, betonte Zillikens. Einen großen Dank schickte er nicht nur an die zu Ehrenden, sondern an alle Ehrenamtler, die mit ihrem Einsatz vieles am Laufen halten: „Es ist gut, dass es auch in diesen Zeiten, wo die Welt verrückt spielt, Menschen wie Sie gibt, die sich um andere kümmern, sich für das Gemeinwohl einsetzen und unsere Heimat mitgestalten.“

Drei engagierte Jüchener wurden aus diesem Grund bei dem geselligen Beisammensein geehrt. Vorgeschlagen wurden sie von Freunden und Wegbegleitern, die zum Großteil der Feierstunde ebenfalls beiwohnten.

Einer der geehrten ist ein echtes Kelzenberger Urgestein: Hermann Vierkötter, vorgeschlagen von Christel Arimond, ist einer der Initiatoren des Nikolausfestes in Kelzenberg, das seit 1993 jährlich am ersten Adventssamstag stattfindet. Er kümmerte sich dabei beispielsweise viele Jahre um die Geschenktüten für die Kinder. Der 88-Jährige sei die Seele dieser Veranstaltung und er halte die Gemeinschaft zusammen, berichtete der Bürgermeister. „Damit habe ich nicht gerechnet, das bedeutet mir sehr viel und macht mich stolz“, freute sich Vierkötter über die Ehrung, „ich bin in Kelzenberg geboren und werde mich so lange einsetzen, wie ich kann. Meine Frau unterstützt mich dabei auch immer. “

Auch Heinrich Küpper, der von Franz-Hubert Abts für die Ehrung vorgeschlagen wurde, ist dem Ehrenamt seit langer Zeit treu. Seit 27 Jahren ist er Vorsitzender der Kolpingsfamilie Otzenrath. Und auch die 30 Jahre wird er wohl noch voll machen, so der Bürgermeister, wurde Küpper doch erst vor Kurzem in seinem Amt bestätigt. Er setzt sich in vielen Aspekten für seinen Verein und seine Heimat ein. So war er beispielsweise maßgeblich am Wiederaufbau der Friedenskapelle beteiligt und kümmert sich um die Betreuung.

Obendrein ist er Leiter der Spielbühne „Cappuccino“, wo er auch selbst mitspielt, und organisiert alljährlich die Kleidersammlung, Fahrradtouren und Kolpingfamilienfeste. Für Küpper bedeutet die Ehrung der Stadt viel: „Seit vielen Jahren stehe ich an der Spitze der Kolping und danke immer wieder unterschiedlichen Leuten, da tut es auch mal gut, selbst Dank zu erfahren.“ Und diesen Dank gab er dann auch direkt weiter an seine Gattin Anne, die sich mit ihm zusammen engagiert. Das Ehrenamt erfüllt Heinrich Küpper, daher ist es für ihn selbstverständlich, sich auch weiter zu engagieren.

Der dritte im Bunde der Geehrten zum Tag des Ehrenamts ist Theo Held. Er wurde von Bernd Mockel vorgeschlagen und ist ein „richtiges Arbeitstier“, sind sich Mockel und Bürgermeister Harald Zillikens einig. Held ist seit Jahrzehnten ein zuverlässiger und bodenständiger Vereinsmensch und in verschiedenen Vereinen aktiv. Beim SV Bedburdyck-Gierath engagiert er sich beispielsweise als Obmann im Vorstand. Im Geselligkeitsverein Wallrath ist er Mitglied im Klompenzug „Fidele Jungens“ und war dort 1988/1989 Klompenkönig. Im Geselligkeitsverein Wallrath bekleidete Held schon einige Vorstandsämter wie Beisitzer, Schriftführer und Vizepräsident. Obendrein ist er Mitglied im Bürgerschützenverein Gierath-Gubberath, dort ist er seit 1980 im Vorstand aktiv und war 1995/1996 Schützenkönig. Und da es das Schützenwesen Theo Held angetan hat, ist er seit 1989 außerdem Mitglied in der „St. Sebastianus“-Bruderschaft Aldenhoven.

Warum er sich so vielfältig engagiert, erklärt Held: „Das Ehrenamt ist der Kitt, der die Gesellschaft zusammenhält. Mit dem, was ich mache, hoffe ich, viele zu animieren, den Schritt ins Ehrenamt auch zu gehen. Andere Menschen zu unterstützen und ihnen zu helfen, ist das Schönste, was es geben kann. Das spornt mich auch an, weiter zu machen.“

Hermann Vierkötter, Heinrich Küpper und Theo Held gehen wahrlich mit gutem Beispiel voran. Alle drei Geehrten durften sich über eine Urkunde und eine Jahreskarte für Schloss Dyck freuen.