Kolpingsfamilie sucht neuen Probenraum: „Wir müssen mit einer Kulisse proben“

Kolpingsfamilie sucht neuen Probenraum : „Wir müssen mit einer Kulisse proben“

„Man muss die Türe auf und zu machen können und sie auch mal knallen“, erzählt Heinrich Küpper. Seit drei Jahren probt die Laienspielgruppe der Kolpingsfamilie Otzenrath mit einer Kulisse in der alten Schuhfabrik am Nordring in Hochneukirch ihre Theaterstücke. Weil das Objekt nun zum Kauf angeboten wird, muss die Kolpingsfamilie jetzt schnellstmöglich einen neuen Raum zum Proben finden.

„Wir haben bereits schon zwei Gespräche geführt, aber die Räume kann man nicht abschließen“, so Küpper traurig und Stadtsprecher Jürgen Wolf verspricht: „Sollte die Kolpingsfamilie einen anderen Standort suchen müssen, wird die Stadt im Rahmen des Machbaren Hilfestellung leisten.“

In etwa vier Wochen müssen die Bühne, aber auch die Bierzeltgarnitur oder das Zelt für die Familienfeste der Kolpingsfamilie sicher untergebracht werden. „Notfalls müssen wir uns das untereinander aufteilen und jeder lagert etwas in seiner Garage“, überlegt der Vorsitzende schon Möglichkeiten im „Worst Case“. Das wäre zwar machbar, aber gerade für die Theaterbühne keine Dauerlösung.

„Für unsere Aufführungen müssen wir mit der Kulisse und eben mit der Bühne proben“, berichtet das Kolpingsmitglied weiter, „das geht nicht erst eine Woche vor den Aufführungen.“ Denn mit der bereits sechsten Theaterpremiere am 18., 19. und 20. Oktober gelten die Theaterstücke der Kolping Spielbühne „Cappuccino“ schon als traditionell. „Es wäre schade, wenn wir damit aufhören müssten, weil es keine Möglichkeit mehr gibt zu proben“, malt sich Küpper weiter aus.

Vorschläge über Lager- und Proberäume nimmt er gerne telefonisch unter 0178/66 69 49 4 entgegen. Die Aufführungen im Oktober sehe er aber nicht als gefährdet an. „Das verspricht wieder toll zu werden“, strahlt er hingegen. Diesmal ginge der Vorhang auf für: „Der verfluchte Baron“. Dabei geht es um den Baron von Memmenstein, der bei seiner Ahnenforschung herausfindet, dass seine Vorgänger wegen eines Fluchs gestorben sind. Deswegen will der Baron sein gesamtes Vermögen an die Kirche spenden, um sich auf diese Weise einen schönen Platz im Jenseits zu sichern. Dem Gärtner, gespielt von Küpper selbst, der Haushälterin und weiteren Verwandten gefällt der Gedanke aber nicht, weil sie mit seinem Erben schon Zukunftspläne geschmiedet haben. Karten gibt es ab dem 7. September auf dem Familienfest für neun Euro. Alle Aufführungen finden in der Wilhelm-Jansen-Sporthalle in Otzenrath statt.

Auch beim Familienfest können natürlich persönlich Vorschläge an Heinrich Küpper gebracht werden. Los geht es ab 15 Uhr. Es wird Gegrilltes, Pommes, Zuckerwatte und reichlich gekühlte Getränke geben. Zudem wird die vermutlich größte Murmelbahn in der Stadt Jüchen aufgebaut.

(Alina Gries)
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