Wohnungsbrand in Mehrfamilienhaus Dicke Rauchschwaden wegen einer vergessenen Pfanne

Gill · Eine Bewohnerin eines Mehrfamilienhauses an der Breslauer Straße musste ins Krankenhaus, eine weitere musste nach einem Wohnungsbrand im Erdgeschoss evakuiert werden und kann angesichts der Rauchentwicklung fürs erste nicht mehr in dem Haus übernachten.

Gill: Wohnungsbrand in Mehrfamilienhaus
Foto: SMeu.

Eine 76 Jahre alte Frau wurde am Donnerstag gegen 12.30 Uhr bei einem Wohnungsbrand in einem Mehrfamilienhaus an der Breslauer Straße in Gill durch Rauchgase leicht verletzt.

Nach ersten Erkenntnissen war der Brand in der Küche der Seniorin ausgebrochen und hatte beim Eintreffen von Feuerwehr und Polizei bereits auf andere Räume der Wohnung übergegriffen.

Die Wohnung im Erdgeschoss ist nach den Löscharbeiten unbewohnbar und wurde von der Polizei beschlagnahmt. Entgegen erster Einschätzungen blieben die anderen Wohnungen des Hauses weiterhin bewohnbar. In der darüberliegenden Wohnung gingen in Folge der Hitzeentwicklung allerdings Fensterscheiben zu Bruch.

Nach ersten Schätzungen liegt der Sachschaden im sechsstelligen Bereich. Für den Brandausbruch war mutmaßlich eine unbeaufsichtigt auf dem Herd stehende Bratpfanne ursächlich.

Die weiteren Ermittlungen hat nun das Kriminalkommissariat 11 übernommen.

Es war keineswegs ein bloßer Routineeinsatz, den die Freiwillige Feuerwehr in Gill bestreiten musste. Um 12.38 Uhr ging der Alarm ein, worauf alle vier Löschzüge der Rommerskirchener Feuerwehr, die Kollegen aus Gohr sowie das Drehleiter-Team aus Grevenbroich mit knapp 60 Einsatzkräften ausrückten.

Schon beim Abbiegen von der B 477 in die Breslauer Straße machte der dichte Rauch der Feuerwehr zu schaffen: Mehrere hundert Meter lang nahm er den Besatzungen der Einsatzfahrzeuge nahezu die Sicht. Vor Ort angekommen, konnten wenige Schritte vom Einkaufszentrum „Center am Park“ die Löscharbeiten beginnen. Gegen 14 Uhr war der Brand unter Kontrolle.

Die Prognose des den Einsatz leitenden Rommerskirchener Feuerwehrchefs Daniel Krey, dass es gleichwohl noch mehrere Stunden dauern sollte, ehe er abgeschlossen werden könne, sollte sich bewahrheiten.

Insbesondere Glutnester sorgten dafür, dass die Feuerwehr erst gegen 18 Uhr ihre Arbeit erledigt hatte.

Bürgermeister Dr. Martin Mertens, der zeitweise selbst vor Ort war, freute sich angesichts des „professionellen Handelns der Feuerwehr, die einen noch größeren Schaden in dem eng bebauten Wohngebiet verhindert hat.“ Zudem lobte er die interkommunale Zusammenarbeit im Sicherheitsbereich: „Die Kooperation mit den Feuerwehren unserer Nachbarstädte Grevenbroich und Dormagen hat wieder einmal hervorragend funktioniert.“

(-ekG.)
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