„Shooting-Star“ der Kreis-CDU: Franziska Velder Enge Zusammenarbeit mit „Mr. Strukturwandel“

Vanikum · Sie ist so etwas wie der „Shooting-Star“ der Kreis-CDU: Bei den Kommunalwahlen bewarb sie sich erstmals um ein politisches Amt, ist jetzt stellvertretende Vorsitzende der christdemokratischen Kreistags-Fraktion und wurde anschließend umgehend auch für den Regionalrat nominiert. Franziska Velders Karriere in der Analyse.

Franziska Velder

Foto: CDU.

Im Gespräch mit der Redaktion des Erft-Kurier betont die Juristin, dass sie seit der Jugend sehr politisch interessiert gewesen sei. „Politische Themen am Mittagstisch waren bei uns nicht ausgeschlossen“, schaut sie zurück. Auch so ein Jura-Studium sei ja hoch politisch – und das nicht nur, wenn es beispielsweise ums Staatsrecht gehe.

So richtig infiziert von der Kommunalpolitik wurde Franziska Velder aber, als sie im Gillbach-Rathaus, in direkter Nähe zum Bürgermeister, arbeitete. Was dann folgte, wurde ja einen Sommer lang umfassend diskutiert.

Im Vorfeld der Kommunalwahlen war für sie klar, dass sie nicht für den Rommerskirchener Rat kandidieren wollte. Franziska Velder konstatiert offen, dass sie einer direkten und ständigen Konfrontation mit Dr. Martin Mertens aus dem Weg gehen wollte. Da Matthias Schlömer aber nicht mehr für den Kreistag antreten wollte, ergab sich eine attraktive Vakanz, für die sie dann von CDU-Spitzenkandidat Holger Hambloch auch folgerichtig vorgeschlagen wurde.

Die Kreistags-Fraktion, in die Franziska Velder so kam, wies „viele junge und viele neue Kollegen“ auf, sodass die Wahl-Eckumerin von einem „Generationswechsel“ sprechen möchte.

„Der Vorstand sollte ein gutes Spiegelbild der Fraktion geben“, erzählt sie weiter. Wolfgang Wappenschmidt, neuer Vorsitzender der Kreistags-Fraktion, schlug Velder für den Stellvertreter-Posten vor. Vielleicht erinnerte sich der ehemalige Kreislandwirt an den Namen, der ja für eine traditionsreiche und große Bauernfamilie vom Gillbach steht.

Franziska Velder übernahm für ihre Fraktion übrigens auch den Themenbereich des Strukturwandels.

Die junge Politikerin weiß natürlich, wie wichtig das Netzwerken ist: Ein Mittagspausen-Kaffee mit Kreis-Umweltdezernent Gregor Küpper. Ein kurzer, aber intensiver Meinungsaustausch mit Landrätin Katharina Reinhold am Rande einer Gemeindeveranstaltung. Und gleich mehrere Treffen mit Kreisdirektor Dirk Brügge, den sie gerne als „Mr. Strukturwandel“ tituliert.

„Ich schätze ihn sehr für seine Arbeit“, betont Franziska Velder gegenüber dem Erft-Kurier. So hatte Dirk Brügge zum Beispiel die Idee, den Hyper-Scaler von „Microsoft“ am „Gasthausbusch“ vor Wevelinghoven anzusiedeln.

Brügge und Velder ständen „sehr gut im Austausch“, hätten „einige gute Gespräche“ gehabt. Vielleicht erklärt sich so auch ihr Einzug in den Regionalrat, in dem der Strukturwandel natürlich eine wichtige Rolle spielt. „Wir müssen bei diesem Thema über die Kreisgrenzen hinausdenken. Diese Aufgaben lassen sich nicht alleine im Rhein-Kreis stemmen“, betont sie.

Bei dem anderen großen Thema im Regionalrat, der Windkraft, wird sich Franziska Velder wohl eher zurückhalten müssen. Immerhin ist ihre Familie hier wirtschaftlich involviert.

Kreisdirektor Brügge sieht die Diskussionen im Regionalrat zu diesem Thema eh als relativ abgeschlossen an. Er ist der Meinung, „dass wir ein insgesamt gut abgewogenes Ergebnis gefunden haben zwischen dem Ausbau der erneuerbaren Energien auf der einen Seite und den Schutzinteressen der betroffenen Bürger sowie dem Schutz von Natur und Umwelt auf der anderen Seite. Es sei an dieser Stelle betont, dass ohne die Festlegungen im Regionalplan auch in Rommerskirchen im gesamten Außenbereich Windenergieanlagen hätten gebaut werden dürfen, Stichwort: Wind-an-Land-Gesetz.“

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