: Aktion „Blaulicht für Retter“: Die schützen, die uns retten!

: Aktion „Blaulicht für Retter“: Die schützen, die uns retten!

Martin Mertens, Bürgermeister der Gillbach-Gemeinde, thematisierte die Sticker bei den Feierlichkeiten zum einjährigen Bestehen der Nettesheimer Rettungswache. Grevenbroichs Bürgermeister Klaus Krützen verteilte die Sticker in der letzten Ratssitzung vor der Sommerpause und schwor seine Kollegen ein, ihn demonstrativ zu tragen. Der Ursprung der Aktion aber umfasst die gesamte Region.

Grevenbroich. Beleidigende und beschämende Mailsan die Feuerwehr, in denen man sich über Lärmbelästigung durch Einsatzfahrten der Feuerwehr beschwert. Schüsse mit einem Luftgewehr auf eine Rettungswagenbesatzung in Mainz. Die Serie der Nachrichten zu Gewalt gegen Einsatzkräften scheint nicht abzureißen.

Diese und weitere Meldungen in der jüngsten Vergangenheit führten zu der Kampagne „Für ein sicheres Deutschland“ – für mehr Respekt und gegen Gewalt gegenüber Einsatzkräften, welche vom Verband der Feuerwehren im Rhein-Kreis aktiv beworben wird.

„Wir haben kein Allheilmittel für diese Problematik. Aber wir müssen darauf aufmerksam machen und die Bürger im Rhein-Kreis für dieses Thema sensibilisieren. Wir haben ein Problem und dies müssen wir aufzeigen“, so Vorsitzender Stefan Meuter.

Der Verband der Feuerwehren erfährt aktive Unterstützung durch die Bürgermeister im Rhein-Kreis. Sie tragen das „Blaulicht für Retter“ und verteilen dies an die Räte ihrer Kommunen. Gleiches tut der Landrat für die Mitglieder imKreistag. In einer gemeinsamen Videobotschaft hatten sie Ende 2017 bereits für mehr Respekt gegenüber Einsatzkräften geworben (wir berichteten damals).

Eine gemeinsame Resolution der Bürgermeister und des Landratesgegen Gewalt gegen die Einsatzkräfte desRhein-Kreises, von Feuerwehr, Polizei, Hilfsorganisationen und dem Technischen Hilfswerk ist in Vorbereitung und wird im Anschluss direkt nach der Podiumsdiskussion mit dem Landes-Innenminister Herbert Reul zu diesem Thema, am 7. September in Neuss verabschiedet werden.

Weitere Unterstützung findet der Verbandebenso bei Dr. Jörg Geerlings, Abgeordneter des Landtages: „Bereits in der Vergangenheit konnte ich mich aktiv für mehr Respekt gegenüber unseren Einsatzkräften von Feuerwehr, Hilfsorganisationen und Polizei einsetzen. Darum ist es für mich eine Selbstverständlichkeit und gesellschaftliche Verpflichtung, die Verbreitung dieser Kampagne zu unterstützen“, so Geerlings.

„Dank der Unterstützung der politischen Verantwortlichen in unseren Kommunen, im Rhein-Kreis und in unserem Land müssen wir es schaffen, die Bevölkerung wachzurütteln. Wir müssen vermeiden, dass bei uns Rettungswagen mit Flaschen beworfen werden und die Stützen unseres gesellschaftlichen Zusammenhalts Opfer von Gewalt im Einsatz werden. Darum tragen Sie das Blaulicht für Retter und lassen Sie uns die Gewalt gegen unsere Helfer nicht einfach so hinnehmen“, so Meuter. Das „Blaulicht für Retter“ steht Interessierten in Geerlings Wahlkreisbüro am Münsterplatz in Neuss zur Verfügung.-ekG.