1. Grevenbroich

Im Einsatz für die Kirchen vor Ort: Wahlen in den Pfarreien

Im Einsatz für die Kirchen vor Ort: Wahlen in den Pfarreien

Am kommenden Wochenende finden im ganzen Erzbistum Köln die turnusmäßigen Kirchenvorstandswahlen statt. Auch im Kirchengemeindeverband Grevenbroich-Elsbach/Erft sind die mehr als 13.000 Christen aufgerufen, jeweils die Hälfte der Kirchenvorstandspositionen in ihren Wohnortkirchengemeinden neu zu besetzen.

Die Listen mit den Kandidaten, die sich für diese verantwortungsvolle Aufgabe zur Verfügung stellen, sind in oder an den einzelnen Kirchen veröffentlicht.

Wahlberechtigt für die Kirchenvorstandswahl sind alle Gemeindemitglieder, die das 18. Lebensjahr vollendet haben und seit mindestens einem Jahr auch hier in Grevenbroich wohnen.

Die Wahlen finden jeweils vor und nach den Gottesdiensten in den Pfarrheimen in Elfgen, Elsen, Gustorf, Noithausen und in der Stadtmitte statt. Auch im „Wilhelm-Laux-Haus“ in Laach ist ein eigenes Wahllokal eingerichtet.

Für Kreisdechant Guido Assmann, der die Pfarreiengemeinschaft seit dem Weggang von Pfarrer Willi Steinfort im Frühjahr 2013 als Pfarrverweser leitet, sind die Kirchenvorstände eine unverzichtbare Hilfe bei der Verwaltung des Vermögens der Kirchengemeinden.

Er bringt es auf den Punkt: „Anders als der Pfarrgemeinderat, der das spirituelle und gemeinschaftsfördernde Leben unserer Pfarreiengemeinschaft mit hohem Engagement begleitet und fördert, haben die Kirchenvorstände der einzelnen Kirchengemeinden die Verpflichtung, die verwaltungstechnischen Voraussetzungen zu schaffen.“

Und dabei seien nicht zuletzt Sachkenntnisse in Finanzfragen, juristisches Wissen, eine gute Mitarbeiterführung und Erfahrungen in baurechtlichen Dingen von Wichtigkeit. „Wir Priester sind angewiesen auf diese Gremien. Sie gestalten mit unserem Pfarrgemeinderat entscheidend unser kirchliches Leben mit und verdienen es nicht, mit Wahlmüdigkeit bedacht zu werden“, so Assmann weiter. „Ob es um die Anstellung von Personal geht, die Trägerschaft katholischer Kindertagesstätten, die Verwaltung von Land und Erbpacht, den Unterhalt der Kirchen, Pfarrheime, Pfarrhäuser, Dienst- und Mietwohnungen – all dies sind nur einige, aber wichtige Aufgaben der Kirchenvorstände. Die Mitglieder übernehmen dabei große Verantwortung“, so die weiteren Ausführungen Assmanns.

„Dieser ehrenamtliche Dienst der Kirchenvorstände ist deshalb so wichtig“, ergänzt Pfarrverweser Guido Assmann, „weil diese Gremien in den weltlichen Dingen der Kirchengemeinde die finanziellen Voraussetzungen in vielen Bereichen dafür schaffen, dass Seelsorge stattfinden kann, die Kirchen offen bleiben und somit Gottes Wort unter den Menschen Gehör findet“.

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Ein Kirchenvorstand zählt je nach Gemeindegröße in Elsbach/Erft sechs oder acht ehrenamtliche Mitglieder. Vorsitzender ist der jeweilige leitende Pfarrer.

Die Kirchenvorstandsmitglieder werden immer für die Amtszeit von sechs Jahren gewählt. Alle drei Jahre wird die Hälfte der Mitglieder neu gewählt. Durch diese versetzte Amtszeit ist die kontinuierliche Arbeit des Gremiums gewährleistet. Die Einrichtung von Kirchenvorständen fußt auf einem Gesetz des preußischen Landtags über die Verwaltung des katholischen Kirchenvermögens von 1875.

(Kurier-Verlag)