1. Grevenbroich

Ralf Müller ist im Rathaus der starke Mann an Krützens Seite

Ralf Müller ist im Rathaus der starke Mann an Krützens Seite

Genau zwei Wochen und einen Tag nach seinem Amtsantritt hat Bürgermeister Klaus Krützen sein Team geschmiedet, mit dem er für mehr Transparenz im Rathaus kämpfen will.

Zu seinem Büroleiter und zum Chef der neuen „Zentrale“ machte er Ralf Müller, der bis dato federführend im Planungsamt unterwegs war. Eine gute Wahl, war allerorten zu hören. Er ist für die Öffentlichkeitsarbeit und das Marketing verantwortlich, soll aber zugleich als „oberster Wirtschaftsförderer“ in diesem in der Vergangenheit oft kritisierten Fachbereich für neue Perspektiven sowie für eine sinnvolle Koordination mit dem Fachbereich Planung sorgen.

Sein Pendant bei den rechtlichen Fragen ist Marc Saturra, der unter Ursula Kwasny Leiter der Stabsstelle war. „Berührungsängste“ kenne er nicht, betonte Krützen. „Das Parteibuch ist nicht entscheidend. Wichtig ist, dass die Leute was für die Stadt nach vorne bringen wollen“, so der Bürgermeister glasklar.

Saturra verantwortet den Bereich Recht und Versicherungen (auch demnächst wohl in Nachfolge von Barbara Kamp) sowie die Rats- und Bürger-Angelegenheiten. Pressesprecherin im engeren Sinne wird ab Montag Ines Hammelstein, die damit an ihrem ehemaligen Chef Andreas Sterken vorbeiziehen wird.

Der bleibt im „Alten Rathaus“, ist für Bürger- und Rats-Angelegenheiten sowie als Vorbereiter der bürgermeisterlichen Reden vorgesehen. Eines ist Klaus Krützen wichtig: „Der Stellenplan wird nicht aufgebläht.“ Und: „Ich habe hier im ,Alten Rathaus’ ein tolles Team kennengelernt.“

Der neue Bürgermeister versprach für das kommende Jahr vier bis sechs Stadtteil-Konferenzen, bei denen alle „bis zu unteren Leitungsebene“ in den jeweiligen Stadtteil gehen und sich den Bürgern im Gespräch stellen sollen.

Auch was Bürger-Beschwerden angeht, verlangt einen neuen Stil: „Ja, wir kümmern uns drum“, soll das Motto sein. Die Bürger sollen umgehend Antworten erhalten. Zur Not erfahren, warum irgendwas nun mal nicht geht.

Für die Fragen der Flüchtlingsunterbringung an der Gillbachstraße beziehungsweise im „Alten Finanzamt“ kündigte er kurzfristige Bürgerversammlungen an. Neben seinen „normalen“ Sprechstunden will Krützen auch Sprechstunden für Kinder anbieten. Im Internet soll es einen umfassenden „Mängelmelder“ geben.

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In einem Nebensatz machte Klaus Krützen zudem seine Marschrichtung in Sachen Dezernenten klar: Das Ordnungsamt wird aktuell von Claus Ropertz betreut. Ziel sei es, mit zwei Dezernenten auszukommen. Doch will er sich hier festlegen lassen, wenn klar ist, wie die Rekommunalisierung der WGV abgewickelt wird. Und welche Auswirkungen das auf die Verwaltung hat. Erst dann ist seiner Meinung nach eine Gesamtlösung möglich, über die am Ende der Rat entscheiden muss, der seinem Wunsch nach künftig freitags ab 16 Uhr tagen soll.

(Kurier-Verlag)