Jan Krug jubelt „Nach dem Zeittraining wusste ich, dass mein Speed passt“

Gindorf · Der Startschuss zur sieben Veranstaltungen umfassenden „Internationalen MotoCrossmeisterschaft, der ADAC MX Masters“ fand am Osterwochenende auf der bekannten Sand-Rennstrecke des ausrichtenden MSC Grevenbroich auf der Königshovener Höhe statt.

Jan Krug vom gastgebenden MSC kam in seiner Klasse aufs Podium, genauer gesagt auf Platz 3.

Foto: MSC

Die national und international hoch angesehene Serie mit ihren vier Klassen unterstrich mit ihrem starken Fahrerfeld auch an diesem Wochenende eindrucksvoll die große Internationalität. Aus 27 Nationen kamen final 225 Spitzen-Fahrer des internationalen MotoCrosssport.

Die längsten Anreisen hatten Liam Owens aus Australien (Youngster Cup), Jagger Townley aus Neuseeland (85ccm), Eade Branden aus USA (Youngster Cup) und Jean Visser aus Südafrika (Masters) die für die Serie nach Europa kommen. Mit Vertretern aus nahezu allen europäischen Ländern versprach bereits die Starterliste mit vielen Startern aus WM und EM spannenden MotoCrosssport.

In der stärksten Klasse der Serie, die Klasse „Masters“, traten gleich mehrere bisherige Gewinner der Serie und Weltmeister an. Max Nagl, der Mannschaftsweltmeister 2012 und bereits fünfmaliger „MX Masters-Serien“-Gewinner bot am gesamten Wochenende eine eindrucksvolle Leistung, konnte alle drei Wertungsrennen für sich entscheiden und fährt nun mit Maximalpunktzahl die „Red-Plate“ des Meisterschaftsführenden.

Um so beeindruckender seine Leistung, da er mit 38 Jahren der älteste Starter im Feld der gut zehn Jahre jüngeren Kontrahenten ist.

Jan Krug in Aktion im Sand der Königshovener Höhe. Am Ende kassierte er Bronze.

Foto: MSC

Ebenfalls in dieser Klasse traten mit Vincent Gallwitz und Paul Ullrich zwei MSC Fahrer an, die sich qualifizieren konnten, aber ohne Punkte blieben.

Im „Youngster Cup“ sorgte das MSC-Eigengewächs Jan Krug für Furore. Der 21-Jährige legte bereits im Qualifying mit 1.54,690 Min eine spektakuläre Zeit vor, ließ bereits vor den eigentlichen Rennen alle Anwesenden aufhorchen und sicherte sich damit die viertschnellste Zeit.

Im ersten Rennen belegte er nach einem mäßigen Start und einer zweimaligen Aufholjagd einen soliden sechsten Platz. Im zweiten Rennen und unter der frenetischen Anfeuerung der anwesenden Fans und MSC-Clubmitglieder gelang Krug ein guter Start und er kam als Vierter aus der ersten Runde wieder. Im weiteren Verlauf und mit begeisternder Unterstützung seiner Fans konnte er sich mit einer klugen Fahrweise auf den zweiten Platz vorarbeiten.

Im dritten Wertungsrennen konnte Krug einen vierten Platz behaupten und kam damit auf den starken dritten Gesamtrang des Wochenendes. Er war sichtlich zufrieden: „Ich hatte ein tolles Wochenende. Es hat besser geklappt als, gedacht. Ich wusste im Vorfeld nicht, wie mein Speed ist und wo ich stehe, aber nach dem Zeittraining wusste ich, dass mein Speed passt. Das ist mein erstes Podium überhaupt in dieser starken Klasse und das hier bei meinem Heimrennen. Ich konnte die Anfeuerungen hören und das hat mich noch mal gepusht. Zum Schluss ging mir dann die Kraft aus. Ich bin mega happy.“

Auch Jakob Zweiacker konnte sich in dem starken Feld für die Finalläufe qualifizieren, blieb aber ohne Punkte. Der dritte MSC Fahrer in dieser Klasse Jaden Wendeler verpasste im Qualifying und „Last Chance Race“ die Finalrennen.

In der 125-ccm-JuniorCup-Klasse zeigte Mika Plaas vom heimischen MSC eine bärenstarke Leistung und konnte einen achten Platz in der Gesamtwertung belegen. Phillip Garcke belegte den 23. Platz und konnte noch vier Punkte für die Meisterschaft verbuchen. Benedikt Lohmann zeigte eine starke Leistung im Qualifying mit Platz 20, blieb aber in beiden Wertungsrennen ohne Punkte.

Rundherum eine gelungene Veranstaltung resümiert auch Wolf Saal, Vorsitzende des MSC: „Wir haben nach 2020 im Corona-Jahr zum ersten Mal ein reguläres Masters ausgetragen und auch viel Lob vom ADAC erhalten. Wir hatten jetzt intensive Wochen und Monate der Vorbereitungen für diese Veranstaltung und bedanken uns bei allen Helfern und Supportern. Ohne diesen engagierten Einsatz vor allem unserer Clubmitglieder wäre eine solche Veranstaltung gar nicht möglich gewesen.“

(-ekG)
Alarmknopf gedrückt
Mann mit vermeintlicher Schusswaffe löst Großeinsatz der Polizei aus Alarmknopf gedrückt