BBZ Grevenbroich Überbetriebliche Kfz-Ausbildungsstätte modernisiert

Grevenbroich · Die überbetriebliche Kfz-Ausbildungsstätte der Kraftfahrzeug-Innung Rhein-Kreis im Berufsbildungszentrum (BBZ) Grevenbroich wurde grundlegend modernisiert. Das vom Bund geförderte Projekt schlug mit Gesamtbaukosten von über einer Millionen Euro zu Buche, davon rund 550.000 Euro aus dem Kreis-Etat und über 200.000 Euro aus dem Innungshaushalt.

 Überbetriebliche Kfz-Ausbildungsstätte der Kfz-Innung im BBZ Grevenbroich modernisiert: Vertreter von Kreis, Handwerker- und Lehrerschaft sahen sich jetzt das gelungene Werk an.

Überbetriebliche Kfz-Ausbildungsstätte der Kfz-Innung im BBZ Grevenbroich modernisiert: Vertreter von Kreis, Handwerker- und Lehrerschaft sahen sich jetzt das gelungene Werk an.

Foto: D.Staniek/Rhein-Kreis

Landrat Hans-Jürgen Petrauschke lobte das Vorhaben, „als Musterbeispiel dafür, wie wir die duale Ausbildung bei uns fit für die Zukunft und das Zeitalter der Elektromobilität machen.“

In das Lob stimmte auch Klaus Koralewski, stellvertretender Hauptgeschäftsführer der Kreishandwerkerschaft Niederrhein und Geschäftsführer der Kfz-Innung, ein: „Mit der Unterstützung des Rhein-Kreises haben wir nun ein hochmodernes Aus- und Fortbildungszentrum für Fahrzeugtechnik geschaffen, damit unsere angehenden Kfz-Mechatroniker weiterhin auf Top-Niveau ausgebildet werden können.“

In die technische Ausstattung der Ausbildungswerkstatt wurden rund 500.000 Euro durch die Kfz-Innung Rhein-Kreis mit Unterstützung von Land, Bund und EU investiert.

Petrauschke, Koralewski und Schuldezernent Tillmann Lonnes begutachteten das gelungene Werk im Beisein von Schulleiter Knud Hansen und Johannes Brester, dem Obermeister der Kfz-Innung im Rhein-Kreis. Auch Vertreter des Amtes für Gebäudewirtschaft und der Lehrerschaft nahmen an dem Termin teil.

Insgesamt hat das Amt für Gebäudewirtschaft des Kreises in anderthalb Jahren und im laufenden Betrieb rund 1000 Quadratmeter Nutzfläche in den Werkstatträumen und Klassenzimmern saniert und modernisiert.

Nach einer ersten Untersuchung stellten Amtsleiterin Ines Manolias und die zuständige Architektin Elke Höhne von der Gebäudewirtschaft fest, dass durch den Eingriff in den Bestand weitreichende brandschutztechnische, statische, haustechnische und elektrotechnische Maßnahmen erforderlich waren, um die aktuellen gesetzlichen Vorgaben zu erfüllen.

Der gesamte Bereich wurde außerdem energetisch überarbeitet und mit LED-Lampen ausgestattet. Dadurch wird eine rechnerische Energieeinsparung für die Beleuchtung von rund 80 Prozent ermöglicht. Die energetische Einsparung, die durch die neu installierte Deckenstrahlheizung anstelle der ursprünglichen Lufterhitzer erreicht wird, liegt je nach Nutzungsdauer und Temperatur bei 40 bis 60 Prozent.

Durch den Einbau eines zweiflügeligen Tores ist die Möglichkeit geschaffen worden, mit einem Lehrfahrzeug aus der Kfz-Halle in einen angrenzenden Klassenraum zu fahren. In der Halle selbst haben Fachleute eine Ladestation für Elektrofahrzeuge installiert. Die gesamte Elektroverteilung wurde außerdem erneuert und auf den aktuellen Stand gebracht.

Im Außenbereich kamen drei weitere Garagen hinzu. Vollständig saniert und neu organisiert wurde zudem der Umkleide- und Sanitärbereich.