Mittelstandsbarometer 2024 Lokaler Wirtschaft wird der Puls gemessen

Grevenbroich · Das Mittelstandsbarometer geht in die nächste Runde: Zum 17. Mal wird der Puls der mittelständischen Wirtschaft an Rhein, Erft und Gillbach gemessen.

 Mittelstandsbarometer 2024 im Blick (von links): Stephan Meiser, Chris Proios und Gregor Werkle mit Johanna König und Robert Abts von der Kreis-Wirtschaftsförderung.

Mittelstandsbarometer 2024 im Blick (von links): Stephan Meiser, Chris Proios und Gregor Werkle mit Johanna König und Robert Abts von der Kreis-Wirtschaftsförderung.

Foto: RKN.

Bis Mitte Juli werden auf Initiative der „Creditreform Neuss“, des Rhein-Kreises, der Sparkasse sowie der Industrie- und Handelskammer (IHK) Mittlerer Niederrhein 500 repräsentativ ausgewählte Unternehmen aus allen acht Kommunen des Kreises befragt. Sie beurteilen ihre Geschäftslage und die Aussichten für die nächsten Monate.

Das Mittelstandsbarometer 2024 markiert nicht nur ein weiteres Jahr der Kontinuität, sondern auch einen Schritt in die Zukunft. „Wir planen ein Re-Branding und ein neues Design, um die Umfrage noch fokussierter und benutzerfreundlicher zu gestalten“, so die Initiatoren der 2008 ins Leben gerufenen Erhebung.

Schon im vergangenen Jahr zeigte das regionale Geschäftsklima 2023 mit 136 Punkten (minus 14 Punkte) eine Anpassung nach unten, allerdings von höchstem Niveau aus. Die Stärke und Widerstandsfähigkeit der Wirtschaft im Rhein-Kreis ist unverkennbar. Doch wie schlagen sich die Herausforderungen des Strukturwandels und die geopolitische Lage in den Ergebnissen in diesem Jahr nieder? Aktuelle Stimmungsumfragen – egal ob in Bund, Land oder Region – sind eher zurückhaltend:

Die Industrieumsätze – auch im Rhein-Kreis – sinken, das Bruttoinlandsprodukt wächst nicht, die Zahl der Insolvenzen und Betriebsaufgaben ist ungewöhnlich hoch. Das Mittelstandsbarometer 2024 wird zeigen, inwiefern sich diese Herausforderungen im regionalen Geschäftsklima niederschlagen und wie die Unternehmen vor dem Hintergrund der Lage und der derzeitigen Rahmenbedingungen die Aussichten einschätzen.

Die Initiatoren der Studie – vertreten durch Kreis-Wirtschaftsförderer Robert Abts, Chris Proios („Creditreform Düsseldorf Neuss“), Stephan Meiser (Sparkasse Neuss) und Gregor Werkle (IHK Mittlerer Niederrhein) – sind gespannt auf die Ergebnisse der Umfrage. Dreh- und Angelpunkt der Studie ist ihre kommunale Auswertungsschärfe.

Die Umsetzung erfolgt durch Dritte, vom Projekt unabhängige Unternehmen, die sowohl mit der Erhebung und als auch mit der Auswertung der Daten beauftragt wurden.

Auch diesmal wird wie schon in den beiden vergangenen Jahren der Strukturwandel in den Fokus gerückt. Dieser stellt den Rhein-Kreis und seine Unternehmen vor enorme Herausforderungen, bietet aber auch Chancen, um die Region zukunftsfähig aufzustellen. Dabei bedeutet das absehbare Ende der Braunkohleverstromung eine Zeitenwende.

Die Umfrageergebnisse sollen zeigen, wie die regionalen Unternehmen beide Themenbereiche einschätzen und welche Folgen sie für sich sehen.

Die aktuellen Umfrage-Ergebnisse werden der Öffentlichkeit am 4. September zunächst bei einer Pressekonferenz und im Anschluss auf unterschiedlichen Kommunikationskanälen im Kreisgebiet vorgestellt.

Die Initiatoren bitten alle Unternehmen, die in die Zufallsstichprobe gekommen sind, um Teilnahme an der zehn- bis 15-minütigen Befragung. Die Umfrageteilnehmer erhalten als kleines Dankeschön auf Wunsch nach der Pressekonferenz die komplette Studie als PDF zugesandt.

(-ekG.)