Nachgerechnet: Roki spart im Rathaus richtig Kohle

Grevenbroich/Eckum · Ein Schlagwort, das seit Jahren immer wieder fällt, ist die Forderung nach der „schlanken Verwaltung“. Dabei geht es zum einen um schnelle Abläufe, zum anderen aber auch um die Kosten. Und was das Personal angeht, steht die Gillbach-Gemeinde Rommerskirchen besonders gut da.

 Dr. Martin Mertens führt das Rommerskirchener Rathaus bekanntermaßen mit harter Hand. Dort arbeiten genau 15 Beamte.

Dr. Martin Mertens führt das Rommerskirchener Rathaus bekanntermaßen mit harter Hand. Dort arbeiten genau 15 Beamte.

Foto: KV/Gerhard P. Müller

Das Bild vom gut bezahlten und gut versorgten Beamten, der im Rathaus die Akten wälzt, steckt vielen Menschen noch im Kopf. Wenn aber die Sprache darauf kommt, kontert das Grevenbroicher Rathaus gerne mit dem Hinweis, dass die meisten Mitarbeiter in ihrem städtischen Dienst gar keine Beamten, sondern Angestellte seien.

Dabei geht es um die Kosten: Ein kommunaler Angestellter kommt der Stadt den einschlägigen Tabellen nach im Durchschnitt 10.000 Euro billiger als ein Beamter. Die sind auch noch bei Steuern und Abgaben begünstigt. Und ihre Pensionen liegen ebenfalls deutlich über dem allgemeinen Rentendurchschnitt.

 Bürgermeister Klaus Krützen steht natürlich einem größeren Rathaus vor – mit deutlich mehr Personal. Und deutlich mehr Beamten.

Bürgermeister Klaus Krützen steht natürlich einem größeren Rathaus vor – mit deutlich mehr Personal. Und deutlich mehr Beamten.

Foto: Stadt Grevenbroich

Im Grevenbroicher Rathaus liegt die Beamten-Quote (ohne Erziehungsdienst und Stadtbetriebe) bei 45 Prozent. Die Nachbarstadt Jüchen kommt in ihrem Rathaus auf 39 Prozent Beamte.

Den Vogel schießt in dieser Statistik die Gemeinde Rommerskirchen ab, in deren Rathaus genau 15 Beamte gezählt werden. Am Gillbach liegt die Quote damit bei ziemlich genau 20 Prozent. Vielleicht auch ein Grund dafür, dass im Eckumer Rathaus Haushaltspläne geschrieben werden, um die viele Bürgermeister Martin Mertens und seine Mannschaft beneiden.

(Die Zahlen basieren auf den aus den Rathäusern mitgeteilten Daten.)

(Gerhard P. Müller)
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