Update: Blindgängerverdacht in Wevelinghoven Entwarnung

Wevelinghoven · Die Untersuchung des Blindgängerverdachtspunkts auf einem unbebauten Grundstück in Wevelinghoven verläuft nach Plan. Aktuell ist davon auszugehen, dass bereits am Nachmittag ein Ergebnis vorliegt.

Untersuchung eines Blindgängerverdachtspunkts in Wevelinghoven verläuft nach Plan
Foto: SGV.

Die Stadt Grevenbroich ist im ständigen Austausch mit dem Kampfmittelbeseitigungsdienst (KBD) und informiert über www.grevenbroich.de fortwährend.

Am heutigen Donnerstag wird im Auftrag des Ordnungsamtes der Stadt Grevenbroich durch den KBD der Bezirksregierung Düsseldorf ein Verdachtspunkt auf einen Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg untersucht. Betroffen ist ein noch unbebautes Grundstück zwischen der Langwadener Straße und Römerstraße in Wevelinghoven.

Der KBD hat heute Morgen damit begonnen, bis zu 61 Bohrlochdetektionen durchzuführen und zu untersuchen, ob sich der Verdachtsfall bestätigt. Sollten hierbei Kampfmittel entdeckt werden, ist mit einer Entschärfung noch heutigen Tag oder am morgigen Freitag zu rechnen.

Je nach Einstufung des entsprechenden Sprengkörpers wird ein Evakuierungsradius bestimmt und darüber hinaus ein Bereich, in dem luftschutzmäßiges Verhalten angeordnet wird. Das bedeutet, dass dieser Bereich weder befahren werden darf noch darf sich jemand draußen aufhalten. Die Bürger werden aufgefordert, sich in den vom Kampfmittelverdachtspunkt abgewandten Gebäudeteilen aufzuhalten, bis es eine offizielle Entwarnung gibt. Falls sich der Verdacht im Rahmen der Sondierungsbohrungen nicht bestätigen sollte, sind keine weiteren Maßnahmen seitens der Bevölkerung erforderlich.

Die Stadt Grevenbroich wird fortlaufend über den Stand der Arbeiten informieren und rechtzeitig auf die betroffenen Anwohner zugehen. Eine Karte mit dem Evakuierungs- und Absperrbereich wird im Falle eines Kampfmittelfundes auf der Internetseite der Stadt Grevenbroich (www.grevenbroich.de) veröffentlicht.

Die Servicestelle des Ordnungsamtes steht unter 02181/608-3299 für alle Fragen vor und während der Kampfmitteluntersuchung zur Verfügung. Bewohner und ansässige Unternehmen der Bereiche Römerstraße, Amselweg, Finkenweg, Am Grünen Weg, Grünstraße, Lerchenweg, Langwadener Straße, Friedrich-Bergius-Straße und Rudolf-Diesel-Straße werden gebeten, sich auf die Möglichkeit einer Evakuierung oder luftschutzmäßigem Verhalten vorzubereiten und dem Ordnungspersonal der Stadt Grevenbroich Folge zu leisten.

Von einer Evakuierung können zwischen rund 150 und 1.000 Bürger betroffen sein. Diese werden im Vorfeld durch eine Briefwurfsendung informiert. Falls Evakuierungsmaßnahmen oder luftschutzmäßiges Verhalten erforderlich werden, wird die Feuerwehr über Lautsprecherdurchsagen in den betroffenen Straßen Verhaltensanweisungen geben.

Der erforderliche Evakuierungsradius im Falle eines Kampfmittelfundes wird am Tag der Untersuchung vom Kampfmittelbeseitigungsdienst vorgegeben. Die Stadt plant zunächst mit einem äußeren Gefahrenbereich von 500 Metern. Im Umkreis des Verdachtspunktes ist im Falle eines Kampfmittelfundes mit Straßensperrungen zu rechnen. Die Langwadener Straße/L 361 würde von beiden Seiten gesperrt sein.

Die Turnhalle der Grundschule in Wevelinghoven an der Oststraße wird als Aufenthaltsort für betroffene Bürger während der Untersuchung dienen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) stellt die Versorgung der Personen vor Ort sicher.

Falls hilfsbedürftige Personen von der Evakuierung betroffen sein sollten und den Bereich nicht selbstständig verlassen können, bittet das Ordnungsamt um eine Vorabmitteilung unter 02181/608-3299. Das DRK wird einen Transport sicherstellen.

Besondere Einrichtungen, wie zum Beispiel KiTas oder Pflegeheime, gibt es im 500-Meter-Radius nicht. Auch ist der Bahnverkehr nicht betroffen.

Update:

Die Sondierung eines Kampfmittelverdachtspunkt in Wevelinghoven ist abgeschlossen: Es wurde kein Bombenblindgänger aus dem Zweiten Weltkrieg gefunden. Damit ist keine Evakuierung notwendig.

(-ekG.)
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