1. Grevenbroich

Werben mit brauner Mülltonne? CIMA-Projekt landete in selbiger!

Werben mit brauner Mülltonne? CIMA-Projekt landete in selbiger!

Die „CIMA“ aus Köln ist seit 2015 in Grevenbroich mit dem „Innenstadt-Management“ betraut. Der Vertrag läuft bald aus. Viele Bürger und Politiker sind mit der Arbeit allerdings nicht zufrieden.

Jetzt wurde – nach Informationen aus dem Rathaus – ein weiteres Projekt „beerdigt“.

 Innenstadtmanager Lukas Kretzer.
Innenstadtmanager Lukas Kretzer.

Bei aller Kritik: Ein Innenstadt-Management ist in Zeiten florierenden Internethandels und zahlreichen Leerständen auch in den benachbarten Metropolen nicht nur in der Schloss-Stadt Grevenbroich schwierig. Wo sollen Mieter der Läden in der City herkommen, wenn selbst Düsseldorf und Köln, Mönchengladbach und Neuss unter den fortwährenden Schließungen (auch von echten Traditionsgeschäften) stöhnen?

Dennoch fiel das „Sich-gegen-den-Trend-Stemmen“ der CIMA in der heimischen Fußgängerzone eher ohne „Fortune“ aus. Erinnert sei hier nur die sechsmonatige (!) Recherche nach Leerständen im Bahnhofsviertel, die dann in der Erkenntnis endete, unter den 24 „entdeckten“ Leerständen sei nur ein einziger, „um den man sich kümmern kann“, so damals

CIMA-City-Manager Lukas Kratzer (der Erft-Kurier berichtete ausführlich). Und „Einzelhandelsreport“ und „Gastronomiereport“ wiesen am Ende Mängel auf.

Jetzt kommt aus dem Rathaus der nächste Rückschlag: Das Projekt „Beach-Flag“ wurde demnach inzwischen auch beerdigt.

Es gab mehrere Treffen der Händler im Bereich Bahnstraße zwischen Erft-Brücke (an der Fußgängerzone) mit der CIMA, informiert Stadtsprecher Robert Jordan. Hier sei überlegt worden, mit welchen Aktionen die Händler dieses Bereiches auf sich aufmerksam machen könnten. „Eine dieser Überlegungen, die diskutiert wurde, war ein Weindorf auf einem der nächsten Innenstadt-Märkte, eine andere Idee die Aufstellung von einheitlichen Beach-Flags“, so Jordan weiter.

Ziel war ein gemeinsamer Auftritt dieser Händlerschaft. Das Innenstadtmanagement wollte Druck und Layout übernehmen. Und wollte sogar die Kosten vorstrecken. Das Motto auf den Beach-Flags: „Schönes für alle Sinne“.

Allerdings bot das Händler-Anschreiben, das dann letztendlich verschickt wurde, nur wenig „Schönes für alle Sinne“, wie das oben stehende Bild beweist: Eine ohne Bedacht ausgewählte Aufnahme mit Mültonnen im Bildzentrum, eine pixelige Auflösung und ungeschickt eingebaute Beach-Flags, die schon im Bild optisch untergehen, wirken eher lieblos als professionell. Kein Wunder, dass das Anschreiben bei so manchen Händler sofort in „Ablage P“ wanderte.

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Bleibt abzuwarten, ob die Sache mit dem Weindorf bei einem der nächsten Innenstadtfeste realisiert werden kann. Ein Tipp: Diesmal nicht mit der „heißen Nadel nähen“, sondern sich echt Mühe geben ...

Gerhard Müller

(Kurier-Verlag)