1. Jüchen

HipHop-Projekt begeisterte Teilnehmer und Veranstalter

HipHop-Projekt begeisterte Teilnehmer und Veranstalter : „Worte haben Farben, Bilder und Emotionen“

„Zu viel, zu oft. Ich werde nicht gehen,ich bleibe nicht stehen,ich werd’ nicht verlieren. Zu viel, zu oft. Ich gebe nicht auf,verfolg’ meinen Traum,der direkt vor mir steht“, tönt es aus dem „a3“. Und es handelt sich nicht etwa um einen bekannten Hiphop-Titel, sondern um den ersten Song, den Jugendliche beim „HipHop-Workshop“ selbst schrieben und dann gemeinsam mit Keith Powell aka „Roughhouse“ vertonten.

Jüchen. Stefan Bredt, Leiter des „a3“ organisierte den Workshop gemeinsam mit Michael Weege vom „PrEvent-Mobil“ und Christoph Schweitzer, Schulsozialarbeiter der Gesamtschule. Finanziert wurde die Veranstaltung von der „Ginko Stiftung für Suchtprävention“.

Denn genau das war das Thema, um das sich alles drehte: Sucht. „Wir haben über alles, was sich um Sucht dreht, unterhalten. Die muss nicht immer stoffbezogen sein. Man kann zum Beispiel auch süchtig nach Sport sein. Oder nach e-Gaming. Es geht eben um alles, was in die Extreme geht“, erklärt Bredt. Und dabei soll nicht der erhobene Zeigefinger eine Rolle spielen: „Die Jugendlichen müssen selbst darauf kommen, dass Sucht nicht gut ist. Und dann können sie das auch als Multiplikatoren weitergeben. Das bringt nichts, wenn wir nur sagen, dass Sucht schlecht ist.“

Für Sophie Werner war es direkt klar, sich beim Workshop anzumelden: „Ich kann alle Arten von Emotionen in die Musik packen. Das Projekt ist einfach super. Wenn das Lied fertig ist, werde ich es als erstes meiner Mama zeigen und dann auf meinen ,YouTube’-Kanal hochladen.“

Für Liandra Schmiedtchen war die Arbeit mit Keith Powell etwas ganz Besonderes: „Es fühlt sich befreiend an, mit einem Profi zusammen zu arbeiten. Dass wir dabei eine Botschaft vermitteln, nämlich, dass es immer Lösungen gibt, ist einfach super.“ Keith Powell freut sich über die Begeisterung der Mittelstufenschüler: „Musik gibt Vertrauen und Sicherheit in dieser doch chaotischen Zeit. Mit Jugendlichen Projekte umzusetzen, ist einfach der schönste Teil meiner Arbeit, weil wir emotional ganz tief gehen. Wir arbeiten eng zusammen, es gibt ein direktes Feedback, das ich nicht so intensiv habe, wenn ich bei einem Konzert auf der Bühne stehe.“ Aus den Stichworten, die die Jugendlichen bereits am Freitag erarbeiteten, setzte „Roughhouse“ gemeinsam mit den Teilnehmern den Text um und vertonte diesen: „Die Idee hatte ich sofort im Kopf, weil für mich alle Worte Farben, Bilder und Emotionen haben.“ Das Ergebnis der gemeinsamen Arbeit ist auf der Instagram-Seite des Jugendcafés „a3“ zu hören.

Julia Schäfer