1. Jüchen

„Jüchen Stones“: Ein farbenfrohes Experiment

„Es macht eine Menge Spaß, vor allem den Kindern“ : „Jüchen Stones“: Ein farbenfrohes Experiment

Bunt, kreativ und vor allem handlich: Das sind unsere „Erft-Findlinge“ und nun auch die „Jüchen Stones“, die Nina Ventzke und ihre Tochter für Jüchen ins Leben gerufen haben. Das Ziel: Die Leute vor die Türe bringen, andere malerischen Köpfe damit anstecken und möglichst viele farbenfrohe Steine auf die Reise schicken.

„Ein Stein bemalt als Igel, ein Eis in der Waffel, Steine mit Gesichtern, Frösche, Häuser und andere Kreationen meiner Tochter sind unterwegs“, erzählt Nina Ventzke. Als sie vom Erftkreis nach Jüchen zog, kannte sie die bunt bemalten Steine bereits aus hiesigen Gruppen – nur in Jüchen fehlte eine solche Community. „Als wir mit dem Hund am Tagebau spazieren waren, haben wir zwei Steine entdeckt und uns gefreut, auch mal welche gefunden zu haben“, berichtet die Jüchenerin weiter. Doch leider waren die Steine unbeschriftet und eine Zuordnung zu einer Gruppe unmöglich. „Also dachte ich mir, vielleicht haben die Jüchener ja auch Lust und Freude an dieser Idee“, erklärt sie ihren Entschluss eine „Jüchen Stones“-Gruppe via „facebook“ zu erstellen.

Dabei ist die Idee ganz einfach: Steine bemalen, auf der Rückseite mit der „facebook-Gruppe“ beschriften und irgendwo hinlegen, wo sie gefunden werden können. „Wir wählen immer Orte, wo wir wissen, dass sie gesehen werden zum Beispiel auf dem Briefkasten der Post, Fensterbrettern, Treppen, Statuen, vor Einkaufsläden, auf große Steine und auch vor Haustüren.“

  • Marion Tepplers Enkel Tamina und Maira Schwittay sowie Noah und Leon Teppler haben ebenfalls Gefallen am Steinemalen gefunden (links). Oben: Zum Malen ist niemand zu jung: Marla (drei Jahre) und Erstklässlerin Malina malen und verstecken sie gerne.Ganz schön fleißig war Carmen Schloßmacher. Ihre Tierbilder haben sich in Richtung Perfektion entwickelt. Oben rechts: Eine neue Technik des Bemalens hat sich Melanie Mettner überlegt. Daniela Schwittay (links) und Marion Teppler haben die Gruppe „GGStones“ gegründet. Marion Teppler gießt ihre Steine jetzt auch selbst. Die lassen sich dann feiner bemalen. <![CDATA[]]>
    „Erft-Findlinge“ und „GG Stones“ : Keine Grenzen für die Kreativität
  • „Seid dabei und lasst auch Ihr Euer Herz für die Heimat Jüchen schlagen, indem Ihr einen bemalten Stein am Markt in Jüchen niederlegt“, so das Königspaar. Präsident Thomas Lindgens am Jüchener Markt, wo das Steinherz entstehen soll. <![CDATA[]]>
    : Viele bunte Steine sollen ein Herz formen
  • Agustina Lopez Perez hat ihre Heimat in Ushuaia. Mittlerweile lebt die junge Frau in Buenos Aires. <![CDATA[]]>
    Argentinierin Agustina Lopez Perez : Wenn Jüchen zur zweiten Heimat wird

Und wie klappt das mit dem Bemalen? „Wir malen mit Acryl-Farben, die sollen wohl wasserfest sein“, so ihr Tipp – vielleicht auch mit Klarlack den farbenfrohen „Stone“ noch einmal versiegeln. Und andersrum: Wenn man einen Stein gefunden hat, diesen fotografieren und in die passende Gruppe posten. Dann den Stein behalten oder wieder auf die Reise schicken. „Ich würde mich sehr freuen, wenn das ,Spiel’ auch hier bekannter wird und mehr Jüchener mitmachen würden. Es macht eine Menge Spaß, vor allem den Kindern“, strahlt die Mutter.

Das Ziel der Aktion ist es, den Tag eines anderen Menschen zu versüßen.

„Es soll die Leute vielleicht mehr vor die Tür bringen. Ziel ist es auch die Leute damit anzustecken, Lust auf mehr Steine zu bekommen. Vielleicht bringt es die Menschen aber auch dazu, etwas bewusster durch die Gegend zu schauen und nicht den Blick immer nur auf das Smartphone zu richten“, lacht sie.

Und was machen die beiden selbst mit den gefunden Steinen? „Meine Tochter findet die meisten Steine. Sie sucht förmlich danach. Manche möchte sie ein paar Tage behalten, weil sie so schön sind, aber legt sie dann doch irgendwann zufällig irgendwo anders ab. Wir legen die Steine immer in meine Handtasche, damit wir sie dabei haben, um sie bei Gelegenheit weiter reisen lassen können.“

(-agr.)