1. Jüchen

Jüchens erster Gabenzaun von CDU und Junge Union

Solidarität am Gabenzaun: : Jeder kann geben und nehmen!

Seit Dienstag hat die Stadt Jüchen einen Gabenzaun an der Steinstraße (zwischen Archiv und Kindergarten). Ins Leben gerufen wurde dieser von der CDU und der Jungen Union. Die Mitglieder werden mit weiteren Freiwilligen auch jeden Tag von 15.30 bis 17.30 Uhr vor Ort sein, um nach dem Rechten zu sehen.

„Wir kennen die Gabenzäune aus anderen Städten, unter anderem aus Neuss. Da auch bei uns in Jüchen die Tafel wegen Corona geschlossen hat, wissen wir, dass es gerade Menschen gibt, denen es nicht gut geht und denen wir gerne helfen möchten. Wir hoffen, dass wir so einen Beitrag für die Menschen in Jüchen leisten können, die von der Schließung der Tafel betroffen sind, von den Ereignissen überrascht wurden oder die keinen Notgroschen haben“, erzählt Sandra Lohr von der CDU.

Das Prinzip der Gabenzäune ist einfach: Spender können fertig gepackte Tüten mit haltbaren Lebensmitteln (Konserven oder Gläser, H-Milch, Nudeln, Kartoffeln, Kaffee, Äpfel, Kohlrabi, Möhren,…), aber auch Dinge des täglichen Lebens wie Toilettenpapier, Windeln, Feuchttücher, Seife, Handcreme, Duschgel, Shampoo, Spülmittel, Hunde- oder Katzenfutter wetterfest verpackt an den Zaun hängen.

Ein Zettel mit dem Inhalt wird lesbar von innen in die Tüte geklebt. „Und wer jetzt Hilfe benötigt, darf sich jeden Tag eine Tüte an unserem Zaun nehmen“, erklärt Lohr.

Damit kein Unsinn mit den Spenden passiert und wirklich nur jeder eine am Tag „pflücken“ darf, haben sich die Organisatoren darauf geeinigt, dass Geber und Nehmer jeden Tag von 15.30 bis 17.30 Uhr an den Zaun kommen dürfen.

Das Auf- und Abhängen erfolgt natürlich kontaktlos. Mehr als zwei Personen sollten nicht gleichzeitig am Zaun stehen. Dass auf alle Hygienestandards geachtet werden soll, müsste mittlerweile selbstverständlich sein.

Nach den „Öffnungszeiten“ wird alles abgehangen und in den Räumlichkeiten der Tafel gelagert. „Wir vertrauen darauf, dass auch wirklich nur Menschen kommen, die es nötig haben, die Hilfe anzunehmen. Da vertrauen wir auf das Gute im Menschen und dass wir in Jüchen niemanden haben, der die Hilfsbereitschaft ausnutzt“, erklärt die Jüchenerin.

Sie erklärt sich auch bereit, Spenden außerhalb der Zeiten anzunehmen. Sandra Lohr ist dafür unter 0151/54 83 64 96 zu erreichen.

(-jule.)