Ein ideenreiches Jahr Von Impro-Lesung bis rotem Faden

Kamphausen · „Manche sagen: ,Tritt doch mal kürzer.‘ Aber das kann man nicht. Man kann nur aufhören oder weitermachen, denn wo will man denn kürzen?“, sinniert Künstlerin und Schriftstellerin Renate Fellner. Und ans Aufhören denkt sie noch lange nicht.

 Autorin und Künstlerin Renate Fellner freut sich schon sehr auf ihre Lesungen und Ausstellungen.

Autorin und Künstlerin Renate Fellner freut sich schon sehr auf ihre Lesungen und Ausstellungen.

Foto: Kurier-Verlag GmbH/Julia Schäfer

Wo sie liest und ausstellt, sucht Fellner sich Jahr für Jahr ganz genau aus, denn auch Bücher oder Kunstwerke brauchen die richtige Umgebung, um wirken und auch mit anderen Werken verglichen werden zu können. Darauf legt sie großen Wert. So startet Renate Fellner in diesem Jahr am 24. Februar, 20 Uhr, mit einer Lesung in der Buchhandlung „Bücher von den Driesch“ in Rheindahlen. Das Thema des Abends lautet „Gezeiten – Die Jahreszeiten in Kurzgeschichten und Gedichten“. Am 21. Mai um 15 Uhr findet die Lesung „Poesie – Musik – in Harmonie“ in der Schriefersmühle (Eintritt 10 Euro, Voranmeldung beim Förderverein Schriefersmühle f.woerndle@gmx.de).

Zwischen den beiden auswärtigen Terminen plant die Kamphausenerin  in ihrem Atelier wieder eine ganz besondere Lesung. Schon in der Vergangenheit zeigte Fellner mit ihrer Tisch-Lesung oder der Schrank-Lesung, dass sie sich immer etwas Neues einfallen lässt. Nun dürfen sich ihre Gäste am 2. April, wie immer Punkt 15 Uhr, auf eine Impro-Lesung (Eintritt 15 Euro, Voranmeldung fellnerrenate@web.de oder 02166/60 37 75) freuen.

Zu viel möchte Renate Fellner im Vorfeld nicht verraten, nur dass es spannend für die Zuhörer wird – und für die Autorin. Wie gewohnt wird es zwischen den Kurzgeschichten oder Gedichten auf jeden Fall wieder musikalische Pausen geben, um sich auf das nächste Stück einstellen zu können. Die Schriftstellerin freut sich schon jetzt sehr auf den Austausch mit den Zuhörern. Denn es sei immer sehr spannend, was für Fragen aufkommen und welche Vermutungen zu bestimmten Passagen angestellt werden: „Natürlich habe ich mir etwas dabei gedacht, aber was ich mir denke, ist nicht das, was ich den Lesern aufdrücken möchte. Ich möchte jedem Leser die Chance geben, für sich selber weiterzudenken.“

Im Sommer plant Renate Fellner schließlich zwei Ausstellungen. So feiert sie am 2. Juni Vernissage zur Ausstellung „Gelebte Hände, getragene Füße“ in der Citykirche Mönchengladbach. Und am 4. August eröffnet sie in der „Galerie im Atelierhaus E71“ in Eicken ihre Ausstellung unter dem Titel „Der rote Faden ist grün“. „Auf die freue ich mich sehr“, strahlt die Künstlerin und erklärt, dass das Thema Umwelt und Welterhaltung eine Rolle spielen werden, „was alles grün ist bei mir und wie ich das darstelle, da werden sich alle wundern.“

Und tatsächlich wird sich wortwörtlich ein roter Faden durch die Umgebung bis hin zur Ausstellung ziehen, wo er schließlich zum grünen Faden wird. Denn vor Ausstellungsbeginn wird die Künstlerin mit Wolle den roten Faden durch die Stadt ziehen lassen und damit vielleicht den einen oder anderen ins Atelier locken. Ein wenig Unterstützung für ihre Idee braucht sie aber noch, da sie keine rote Wolle kaufen möchte: „Das passt nicht zu meinem Ausstellungskonzept.“

Daher würde sie sich freuen, wenn alle, die noch (möglichst) dicke rote Woll- oder Garnreste haben, ihr diese überlassen. Zu erreichen ist die Kamphausenerin unter 02166/60 37 75 oder per E-Mail an fellnerrenate@web.de.