Klönen, kreativ sein und mehr bei „Dies und Das“ Bedburdyck Einsamkeit vorbeugen und dabei Gutes tun

Bedburdyck · Die Idee zu „Dies und Das“ sei beim beliebten Kaffeeklatsch im Martinus-Treff entstanden, verrät Hubertine Lethen. „Wir sind alle unseren Hobbys wie Nähen, Häkeln oder Malen alleine nachgegangen, waren uns aber schnell einig, dass es in Gesellschaft viel schöner ist.“ Und noch ein Gedanke spielte eine Rolle: „Wir wollen mit der Möglichkeit, in der Gruppe Kontakte zu knüpfen, auch der Einsamkeit im Alter vorbeugen.“ Denn im Gegensatz zu früher sei es heute oft so, dass man sich im Dorf zwar vom Sehen kenne, aber sonst kaum Kontakt habe.

Klönen, kreativ sein, Gutes tun – die Gruppe „Dies und Das“ freut sich auf neue Teilnehmer.

Foto: Kurier Verlag GmbH/Daniela Furth

„Dies und Das“ – einen treffenderen Namen hätten die Damen, die die Gruppe ins Leben gerufen haben, dann wohl auch nicht finden können. Denn an jedem zweiten Mittwoch im Monat kommen alle Interessierten (aktuell sind es acht regelmäßige Teilnehmer) getreu dem Motto „alles kann, nichts muss“ zusammen. Es wird gequatscht – dabei natürlich auch der neuste Dorfklatsch ausgetauscht –, sich gegenseitig geholfen, wenn es beispielsweise um Fragen zum Smartphone geht, oder einfach einem Hobby nachgegangen.

Doch irgendwann kam die Frage auf: „Was machen wir mit den ganzen selbsthergestellten Sachen?“ Denn die Teilnehmerinnen sind in den gut zwei Stunden, die sie immer zusammensitzen, sehr produktiv. „Unsere Idee war dann, mit unseren Werken etwas Gutes für unser Dorf, aber auch darüber hinaus, zu tun“, erklärt Hubertine Lethen. Ein erstes Projekt wurde mit dem hiesigen Kindergarten gestartet. Dort wurden von der „Dies und Das“-Gruppe gehäkelte Glückswürmchen verkauft, wovon dann für die Kinder Obst gekauft wurde. Und die Bücherei freute sich über die Spenden durch den Verkauf von Lesezeichen.

Außerdem steht nun regelmäßig ein Körbchen mit selbst gemachten Dingen (zum Beispiel gestrickte/gehäkelte Bälle) beim ortseigenen Friseur. Der Erlös aus dem Verkauf wird zugunsten des Tierwohls, unter anderem wurde die „MonRo Ranch“ bedacht, gespendet. Eine Dame nimmt außerdem immer wieder ein Körbchen mit auf Trödelmärkte, um dort ebenfalls die Kasse für den guten Zweck zum Klingen zu bringen. Und zuletzt nähten die Damen fleißig kuschelige Igelschlafsäckchen für die Gierather Igelstation. 35 Stück konnten am Ende auch dank einer großzügigen Stoffspende übergeben werden.

Übrigens nehmen die „Dies und Das“-Teilnehmer auch gerne Auftragsarbeiten an. So freute sich eine Person beispielsweise schon über selbst gestrickte Socken, eine andere über ein eigens gestaltetes Windspiel. „Auftragsarbeiten machen wir zum Selbstkostenpreis oder gegen eine Spende für unsere Projekte“, erklären die Teilnehmer.

Nachdem sich „Dies und Das“ im ersten Jahr gut etabliert hat, würde sich die Gruppe über Zuwachs freuen – von Frauen wie Männern, von Jung wie Alt –, um das Angebot auszubauen. Dann könnte sich vielleicht sogar zweimal im Monat zum Klönen getroffen werden, um mehr Optionen bieten zu können. Wer sich anschließen möchte, hat am 9. September die Gelegenheit. Dann stehen die Türen des Martinus-Treffs wieder von 9.30 bis 11.30 Uhr für „Dies und Das“ offen.