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Was ib´n Jüchen in Sachen Strukturwandel konkret läuft

Was in Sachen Strukturwandel konkret läuft : Miscanthus-Pellets sollen einst den neuen zentralen Bauhof beheizen

Der Strukturwandel im Rheinischen Braunkohlerevier bleibt für Landrat Hans-Jürgen Petrauschke eines der zentralen Themen für die Zukunft. Bereits im Frühjahr haben Jüchen und Rommerskirchen im Rahmen dieses Prozesses Projekte zur Förderung eingereicht.

Jüchen. Landrat Petrauschke setzt sich nun gemeinsam mit Bürgermeister Harald Zillikens und Amtskollege Martin Mertens aus Rommerskirchen erneut für diese Projekte ein. Dazu hat er die Stadt Jüchen und die Gemeinde Rommerskirchen gebeten, die Projekte weiterzuentwickeln und diese bei der „Zukunftsagentur Rheinisches Revier“ für eine Förderung einzureichen.

„Der Strukturwandel stellt uns im Rhein-Kreis vor Herausforderungen, bietet aber auch Chancen um unsere Region zukunftsfähig aufzustellen, mit konkreten Projekten unseren Standort zukunftsfähig aufzustellen und einen echten Mehrwert für Bürger und Unternehmen im Kreis zu schaffen“, so Petrauschke.

„Die Zusammenarbeit zwischen dem Kreis und den Kommunen funktioniert dabei sehr gut. Uns eint das gemeinsame Ziel, bestehende Arbeitsplätze zu sichern, neue zu schaffen und einen nachhaltigen Wandel umzusetzen“, so Bürgermeister Zillikens.

„Mit den ausgearbeiteten Projekten sehe ich gute Chancen, diese Ziele zu erreichen und zur Steigerung von Wertschöpfung und Lebensqualität beizutragen“, ist sich der Landrat sicher.

Die Stadt Jüchen ist zusammen mit dem Zweckverband „Landfolge Garzweiler“ im Rahmen des so genannten „SofortprogrammPlus“ mit dem Projekt „Innovationspark Erneuerbare Energien“ berücksichtigt. Des Weiteren haben auf dem Jüchener Stadtgebiet Projekte des Zweckverbands wie die Leitbildentwicklung „Grünes Band“ und „Innovation Valley“ Berücksichtigung gefunden.

Bei seiner Sitzung im Mai hat der Aufsichtsrat der „Zukunftsagentur Rheinisches Revier“ einer Liste von 83 Projekten des so genannten „SofortprogrammPlus zur Förderung im Rahmen der geplanten Strukturhilfemaßnahmen“ empfohlen.

Über einen Qualifizierungsprozess des Förderprogramms „Starterpaket Kernrevier“ hat die Stadt Jüchen sich mit dem Projekt „Zentraler, energieautarker Bauhof“ beteiligt. Im Rahmen des Projekts soll unter anderem die Installation einer modernen Hackschnitzelheizung erfolgen. Der Betrieb dieser Anlage soll in Kooperation mit der „Stiftung Schloss Dyck“ und landwirtschaftlichen Betrieben der Region erfolgen (Einsatz von Miscanthus-Pellets und anderen regenerativen Brennstoffen wie zum Beispiel Holzschnitt). Der jährliche Miscanthus-Schnitt des Schloss Dyck liegt zwischen 200 und 220 Tonnen. Dies entspricht (ein Restwassergehalt von 40 Prozent unterstellt, 2,67 Kilowatt/Kilogramm) einem Heizöläquivalent von rd. 54.000 Litern.

Der heutige Baubetriebshof, der sich auf drei Standorte verteilt, soll durch einen modernen Neubau an zentraler Stelle ersetzt werden. Für die Ladung der e-Fahrzeuge des Fuhrparks wird eine eigene PVAnlage installiert.