Königspaar Hans Reiner und Helga Jagdfeld freuen sich aufs Fest Nach über 1.000 Königs-Tagen geht‘s los

Es war immer sein großer Traum: Einmal Schützenkönig in Jüchen sein. Doch lange hatte Schützenkönig Hans Reiner Jagdfeld die Rechnung ohne seine Gattin gemacht: Seine Helga konnte sich das partout nicht vorstellen. 2017 gab es die große Wende: Denn da herrschte schon mal ein wenig Königsluft im Hause Jagdfeld an der Weyerstraße.

 Hans Reiner und Helga Jagdfeld: Lange mussten sie durchhalten, jetzt wird endlich gefeiert!

Hans Reiner und Helga Jagdfeld: Lange mussten sie durchhalten, jetzt wird endlich gefeiert!

Foto: Jungheim

Jüchen. Sowohl Hans Reiner als auch die Söhne Jens und Marc hatten jeweils in ihren Zügen die Zugkönigswürde erlangt: Und es wurde kräftig gemeinsam gefeiert. So schön und harmonisch, dass Helga Jagdfeld beim Aufräumen sagte: „Wenn dann mach es jetzt... sonst schieben die dich noch im Rollator!“

Das ließ sich Hans Reiner nicht zweimal sagen. Schon immer war es in seiner 48-jährigen Schützen-Karriere der Wunsch, Schützenkönig zu werden. „30 Jahre musste ich darum betteln“, lacht der Jüchener – und jetzt ist er sogar ein Rekord-König dank Corona. Denn lange galt es durchzuhalten: „Wir gehen mit über 1.000 Tagen wohl als längstes Königspaar des BSHV in die Geschichte ein. In der schweren Corona-Zeit fehlte uns die Geselligkeit sehr!“
Es gab dadurch aber auch viel Zeit für Helga Jadgfeld, in die Rolle der Königin hineinzuschlüpfen: „Ich habe es keine Sekunde bereut, dass ich mich doch darauf eingelassen habe. Es ist für uns beide, für unsere Söhne und für den Schützenzug eine wunderschöne Zeit!“ Und so ist der Rat von König Hans Reiner an die Schützen auch ganz klar: „Spielt ruhig mal mit dem Gedanken und traut Euch, König zu werden!“ Bewusst hat der 62-Jährige bei der Wahl der Minister deshalb auf junge Unterstützer gesetzt: „Ich möchte, dass sie die Chance erhalten, in das ganze Königsspiel einmal hineinzuschnuppern!“
Denn auf die Unterstützung aller können Hans Reiner und Helga Jagdfeld bauen: Immer wieder sprechen sich die Zugmitglieder der „Weißen Husaren“ in der WhatsApp-Gruppe ab, wer gerade Zeit hat, um welche Aufgabe zu übernehmen. „Da wird uns auch oft gesagt: Gebt uns ruhig Aufgaben. Ihr müsst nicht alles selbst erledigen.“ Aber so sind die Jagdfelds eben. Trotz des hohen Amtes bleiben sie entspannt, authentisch und bodenständig: „Das muss ja auch alles noch zu uns passen. Wir bleiben am Boden und werden ganz sicher nichts künstlich aufbauschen, bloß weil wir das Königspaar sind. Das wären sonst auch nicht wir!“
Am Schützenfest-Sonntag gibt es übrigens noch mehr zu feiern! Nicht nur die Parade – sondern auch den 57. Geburtstag der Königin: „Wer hat zu seinem Geburtstag schon so ein großes Fest mit tollem Kleid, Kutsche, Musik und Zelt...“
Nun darf es auch endlich mit dem Fest losgehen: „Wir möchten Spaß haben. Das haben sich alle Jüchener nach der langen Zeit auch verdient!“ Für die ganze Familie gilt: „Wenn wir die ersten Musiktöne hören und die Böllerschüsse fallen, kribbelt es im ganzen Körper und wir bekommen Gänsehaut: Schützenfest geht los!“ Julia Schäfer

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