1. Grevenbroich

Grevenbroicherin macht sich Gedanken um Europa nach Corona.

Grevenbroicherin legt neue Schrift vor : Wie übersteht Europa die Corona-Pandemie?

Publizistin und Professorin, Leiterin des „Departments für Europapolitik und Demokratieforschung an der Donau-Universität“ Krems in Österreich, Gründerin des „European Democracy Lab“ in Berlin. Man könnte fast meinen, Guérot und Europa würden in eines fließen, so sehr hat sich Dr. Ulrike Guérot „Europa“ zu Eigen gemacht. Jetzt hat die gebürtige Grevenbroicherin eine neue Schrift vorgelegt, in der sie sich intensiv mit dem „Europa nach der Krise“ auseinandersetzt.

„In Krisenzeiten werden außerordentliche Maßnahmen angeordnet. Der Staat funktioniert und lotst uns durch. Überall in Europa rückt die Gesellschaft zusammen. Solidarität ist das Gebot der Stunde, aber die EU scheint handlungsunfähig. Die Schäden in Gesellschaft und Wirtschaft sind enorm. Die Frage ist: Was kommt danach? Wird es ein ,back to normal’ geben? Was geschieht mit dem großen Friedensprojekt Europa? Und woran werden wir uns erinnern? Daran, dass wir einander geholfen oder daran, dass wir einander im Stich gelassen haben?“, heißt es im Klappentext.

Ulrike Guérot, langjährige Europa-Expertin, will deutlich machen, dass Demokratie etwas anderes ist, als dass jeder machen kann, was er will. Offen, kreativ und beherzt fordert sie uns auf, über ein „#PostCoronaEuropa“ nachzudenken.

Dass Corona Europa noch voll im Griff hat, hat Ulrike Guérot in dieser Woche am eigenen Leib zu spüren bekommen: Eigentlich wollte sie an diesem Wochenende bei ihrer Familie, die Hammelsteins, in Grevenbroich sein, um eine Erstkommunion gebührend zu feiern. Doch sie sitzt derzeit in Wien fest: Eine Einreise wäre auf jeden Fall mit Corona-Quarantänen verbunden gewesen.

Etwas, was sich Europas Vordenkerin natürlich nicht erlauben kann. So gab es schweren Herzens nur eine Absage. Und natürlich ein Geschenk fürs Kommunionkind per Post.