1. Grevenbroich

Welche Pläne der der Verein „Kraftspenden Grevenbroich“ schmiedet

Für Ostern wird eine Aktion für Kinder geplant : Der Verein „Kraftspenden“ möchte nun Familien helfen

Was für ein schöner Start in das Jahr 2021: Vor Kurzem konnte der Verein „Kraftspenden Grevenbroich“ einen Scheck über 6.000 Euro für die Anschaffung einer behindertengerechten Badewanne an Julien Meuter, Einrichtungsleiter vom Wohnhaus für Kinder und Jugendliche der „Lebenshilfe“ in Elsen, übergeben.

Seit November sammelte der Verein für diesen Zweck, machte sogar mithilfe der „Motorradfreunde Rhein-Erft“ bei ihrer Nikolausfahrt darauf aufmerksam. Die Spendenbereitschaft der Grevenbroicher war überwältigend, sodass innerhalb kürzester Zeit das Ziel erreicht wurde. „Das war das erste große Projekt des Vereins“, verrät Vorsitzender Ulrich Stein, der den Verein mit einer Handvoll Mitstreitern im vergangenen Jahr während der Corona-Pandemie gegründet hat. „Wir können nicht die Welt retten, wir sind ja auch nur ein paar Mann. Aber wir haben es tatsächlich geschafft, in vier Monaten diese Badewanne aus dem Boden zu stemmen“, freut sich auch Vorstandsmitglied Christiane Matheja.

  • Jede Menge Nikoläuse mit toll geschmückten
    Gemeinsam stark sein : Nikolausfahrt für den guten Zweck
  • : Spende übergeben
  • Bürgermeister Klaus Krützen beteiligt sich auch
    Gedenken an Holocaust-Opfer : Arbeitsgemeinschaft „Gegen das Vergessen Grevenbroich“ veröffentlicht Podcast

Der noch junge Verein konnte aber schon mehrfach für strahlende Augen sorgen. So sammelten die Mitglieder unter anderem Geld für ein behindertengerechtes Fahrrad für die „Lebenshilfe“ in Gustorf. Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Großprojekts soll nun aber wieder etwas kleiner gedacht werden, wie Stein berichtet: „Wir sind im Moment in einer Findungsphase. Wir haben bei unseren vergangenen Projekten die ,Lebenshilfe’ unterstützt, jetzt wollen wir auch einmal in die Familien gehen und dort helfen. Wir suchen aktuell Familien, die vielleicht durch Corona oder einen Schicksalsschlag unverschuldet in Schwierigkeiten geraten sind.“ Das Augenmerk liege dabei auf der Hilfe für Kinder, wie Matheja ergänzt, denn sie könnten am wenigsten dafür, wenn irgendetwas passiere. Wer Hilfe braucht, kann sich per Mail an kontakt@kraftspenden-grevenbroich.de an den Verein wenden. Je nach Dringlichkeit werde dann entschieden, ob und in welchem Maße durch „Kraftspenden“ geholfen werden könne. „Wir können natürlich nicht allen auf einmal helfen. Die Projekte beziehungsweise die Hilfsaktionen werden nach und nach, je nach Spendenaufkommen, abgearbeitet“, erklärt Matheja.

Außerdem müssen die Aktionen der Satzung und dem Vereinsgedanken entsprechen, denn die Spenden sind zweckgebunden: „Es tut einem auch im Herzen weh, dass man vielleicht sagen muss: Das kann der Verein nicht machen.“

Was den beiden wichtig ist: Die Aktionen werden anonymisiert. Das heißt: Es werden keine Namen oder Fotos der Hilfesuchenden veröffentlicht. „Es gibt ja auch eine Schamgrenze und die wollen wir auch immer einhalten“, so Stein.

Bis die nächsten Hilfsaktionen gefunden sind, plant der Verein fleißig für die Zukunft. „Wir haben ja eigentlich noch gar nicht richtig losgelegt, weil wir die großen Sachen aktuell nicht machen können“, erklärt Stein. So konnten zwei Veranstaltungen 2020 aufgrund der Pandemie nicht stattfinden und auch in diesem Jahr ist das eher unwahrscheinlich. Nach dem Erfolg der Nikolausfahrt wird mit den „Motorradfreunden“ nun zum ersten Mal auch eine Ostertour geplant. Ob sie stattfinden kann, hänge natürlich von der dann geltenden Coronaschutzverodnung ab. Aber Osternester für die Kinder sollen auf jeden Fall versteckt werden. Man merkt es den Vereinsmitgliedern an: Sie sprudeln nur so vor Ideen. „Das ist für uns alle eine wunderschöne Aufgabe“, fasst Stein es in Worte. Wer den Verein unterstützen möchte, kann das über eine Spende per Paypal an kontakt@kraftspenden-grevenbroich.de tun oder die Facebook-Gruppe „Flohmarkt Kraftspenden Grevenbroich“ nutzen. Der Erlös geht zu 100 Prozent an ein aktuelles Projekt. Daniela Furth