1. Jüchen

Auch drei Arbeitsplätze sind in Gefahr: Die „Classic Days“ müssen trotz Corona am Leben gehalten werden

Auch drei Arbeitsplätze sind in Gefahr : Die „Classic Days“ müssen trotz Corona am Leben gehalten werden

„Wir veranstalten als ,Classic Days’ normalerweise die Klassiker- und Motorsport-Tage am Schloss Dyck. Dies tun wir seit mehr als 14 Jahren im Ehrenamt. Der gemeinnützige Verein hat mehr als 100 Mitglieder“, schreibt Marcus Herfort von der „Classic Days“- Geschäftsführung. Doch in 2020 ist natürlich alles anders...

Damm. Die COVID-19-Situation sorgt auch hier dafür, dass die „Classic Days“ am Schloss Dyck auf den 6. bis 8. August 2021 verschoben werden mussten.

Marcus Herfort weiter: „Dies schmerzt uns umso mehr, weil wir in diesem Jahr unser 15. Jubiläum feiern wollten.“ Erft-Kurier und Top-Kurier hatten sehr zeitnah – gleich nach Bekanntgabe der Verschiebung – darüber in aller Ausführlichkeit berichtet.

Doch damit ist es nicht getan. Natürlich gibt es auch eine finanzielle Seite der gesamten Geschichte. „Nun müssen wir die ,Classic Days’ bis ins nächste Jahr sichern“, seufzt auch der Geschäftsführer des Träger-Vereins hörbar.

Auch eine stilisierte Aktie (mit Kupon) kann von den Unterstützern erworben werden.

„Wir haben uns dazu Gedanken gemacht, wie wir eine Zeitdauer überstehen, in der wir nicht mit Sponsoren über Unterstützung sprechen können, weil wir ja nicht veranstalten dürfen. Unsere Kosten

laufen ja weiter“, macht Herfort überaus deutlich.

Helfen auch Sie, die „Classic Days“ über die Krise zu retten.

Unter www.wirsindclassicdays.dehaben die Vorstandsaktiven eine Vielzahl von „Unterstützer-Produkten“ ausgedacht und nun für jedermann ins Angebot gesetzt.

Menschen können so ihr Auto als Foto schicken und der Verein lässt dann einen „Picknick-Freund“ fertigen – „den Platzhalter des Besitzers mit seinem Auto im Picknick 2020 – auch wenn es nicht in 1:1 stattfinden darf“, schmunzelt der Vereinssprecher.

Über 100 Platzhalter sind schon bestellt, auf dem Bild oben sind gerade mal 56 zu sehen… „Das wird richtig toll“, verspricht er.

Außerdem gibt es noch eine historisch angemutet Aktie und ein symbolischen Fan-Ticket. Die damit generierten Einnahmen sollen den „Classic Days“ über die Corona-Pandemie hinweg helfen.

In der Nacht von Montag auf Dienstag initiierte die Vereinsaktiven übrigens ab 20 Uhr an ihrem Vereinsheim am Schloss Dyck und unter einer der großen Alleen (sogar mit Oldtimer) eine „Night of Light“-Aktion, um auf die Not in der Veranstaltungsbranche hinzuweisen.

Mit der Kampagne „Night of Light“ sollte bundesweit auf die desolate Situation im Veranstaltungsgewerbe hingewiesen werden soll. „Seit dem 10. März ist einem kompletten Wirtschaftszweig faktisch die Arbeitsgrundlage entzogen. Die nächsten 100 Tage übersteht die Veranstaltungswirtschaft nicht“, ist der Tenor der Organisatoren quer durch die Republik. Und weiter: „Die Veranstaltungswirtschaft steht auf der ,Roten Liste’ der akut vom Aussterben bedrohten Branchen!“

Den „Classic Days“ fehlen so zum Beispiel sämtliche Einnahmen in 2020. Herfort: „Wir haben drei Arbeitsplätze mit den ,Classic Days’ geschaffen. Wir appellieren (wie viele andere in der Aktion), dass man die immer noch komplett geschlossene Branche nicht vergisst.“