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Peter Sonnet lobt:: „Jüchen hat eine Riesenentwicklung gemacht“

Peter Sonnet lobt: : „Jüchen hat eine Riesenentwicklung gemacht“

„Wir können den Kunden nur die Hand hinhalten und sagen: Wir machen was für Euch“, sagt Peter Sonnet, der in der vergangenen Woche wieder zum „Runden Tisch des Gewerbes in Jüchen“ eingeladen hatte. Die nächste Aktion soll das „Heimat-Shoppen“ am 12. September sein.

Jüchen. „Es sind schon traurige Zeiten“, sagt Peter Sonnet nachdenklich, auf die aktuelle Lage nach dem Corona-Lockdown und vor „Neu-Normal“ angesprochen. Und er nennt als Beispiel, dass die gut etablierte „Sommer-Sause“ (in Kombination mit dem Jüchener Stadtfest) in diesem Jahr ausfallen musste. „Das wäre ein Hammer-Event geworden“, betont er nachdenklich.

Alle Stände waren ausverkauft. 40 Jahre Städtepartnerschaft hätten gefeiert werden sollen (mit Spezialitäten aus dem Land des gallischen Hahnes). Ein Trödelmarkt rund um die katholische Kirche war geplant. Und ein phantastisches Bühnenprogramm hätte sicher das Übrige getan. „Das ganze Stadtzentrum wäre ein einziges Mega-Event gewesen“, so Sonnet, der nachschiebt: „Super schade, dass alles wegen Corona ausfallen musste.“

Trotzdem ließ man am „Runden Tisch“ die Köpfe nicht hängen. „Wir haben bei unseren Treffen immer gute Teilnehmerzahlen. Das sind alles Geschäftsleute, die sich die Zeit dafür schaffen müssen. Aber die Stimmung war gut“, berichtet er der Redaktion des Jüchener Top-Kurier.

Es kam hinzu, dass auch noch neue Gewerbetreibende (unter anderem ein Yoga-Studio und eine Mal-Schule) mit am Tisch saßen. Junge Unternehmerinnen, die zeigten, dass es in Jüchen weiter und aufwärts gehen würde. „Das ist Netzwerken auf ganz hohem Niveau“, betont Peter Sonnet.

Für ihn gehen die beiden neuen Angebote genau den richtigen Weg: „Einkaufen mit allen Sinnen“ und Angebote für „special interest“ sind für Sonnet die Schlagworte auch für einen zukunftsfähigen Jüchener Handel: Besondere Angebote, die man in dieser Exzellenz nicht an jeder Ecke finde. Mit Beratung und auch mit „Unterhaltungswert“.

Innenstadt und innerstädtische Angebote müssten heutzutage neu gedacht werden. Jüchen aber, da ist sich Sonnet sicher, biete dazu hervorragende Möglichkeiten: „Jüchen hat in den vergangenen Jahren eine Riesenentwicklung genommen. Die Gewerbegebiete sind ausverkauft. Neue Wohngebiete müssen nachgeschoben werden. Und wir haben super Schulen hier“, lässt er seiner Begeisterung einmal freien Lauf.

Alles Chancen für engagierte Händler und Gewerbetreibende, Kunden zu erreichen und an sich zu binden.

In diesem Sinne will man sich am 12. September auch am „Heimat-Shoppen“-Tag der IHK beteiligen. „Handel und Dienstleister in Jüchen und in den Ortschaften wollen auf diesem Wege auf sich aufmerksam machen. Die Bürger sollen so gezielt in die Geschäfte eingeladen werden“, formuliert der Kopf des „Runden Tisch“.

Um in Corona-Zeiten Menschenansammlungen vor den Geschäften vermeiden zu können, werde auf spezielle Events und Aktionen verzichtet. Den Geschäftsleuten sei es natürlich anheim gestellt, mit besonderen Angeboten zu locken. Die Kernzeit liegt dabei zwischen 11 und 15 Uhr. Die bekannten „Heimat-Shoppen“-Tüten, die übrigens ganzjährig hervorragend nachgefragt würden, könnten dabei in Lotsenfunktion in den einzelnen Schaufenstern zur Dekoration eingesetzt werden. „Vielleicht gestaltet ja einer einen großen Drachen aus den Tüten“, lacht er beim Gespräch.

Und wie geht es danach weiter? „Für den Herbst ist derzeit noch nichts angedacht“, gibt Sonnet zu, „auch der Weihnachtsmarkt war schnell vom Tisch, weil keiner weiß, worauf die politischen Entscheidungen hinauslaufen.“

Mit dem „Runden Tisch“ könne man aber schnell und flexibel agieren, wenn dann Weihnachtsmärkte doch möglich sein sollten. Hier würde zudem eine erfolgreiche und stabile Zusammenarbeit mit der katholischen Kirche in Jüchen gepflegt.

Beim Blick aufs Jahr 2021 wird es dann sogar ein wenig politisch: Die viel gepriesene „Corona-Soforthilfe“ des Bundes stelle sich im zunehmenden Maße als Geld heraus, das nun doch zurückgezahlt werden müsse. Für Gewerbetreibende, die 60, 70 oder gar 90 Prozent ihres Umsatzes verloren hätten, natürlich keine sinnvolle Option. Nicht ohne Grund werden die Klagen hier auch bundesweit immer lauter und lauter.

Jüchens Handel und Gewerbe habe es da noch ein Spur besser, weil man sich eben in einer wirklich aufstrebenden Stadt befinde. „Und das haben wir unserem Rat und unserem Bürgermeister zu verdanken“, so Peter Sonnet abschließend im Gespräch mit der Redaktion des Top-Kurier.

Gerhard Müller